Reisebericht Philadelphia / Washington / New York - Oktober 2013

New York, eine der Städte, die mich nicht mehr loslässt. Immer wieder zieht es mich zum Big Apple. Philadelphia und Washington stehen bei diesem Besuch ebenfalls auf dem Programm.

 

26. Oktober 2013, jetzt gehts los! Heute fliegen wir in Zürich zum ersten Mal erst am Abend ab, was uns einen traumhaften Landeanflug mit Blick auf die Lichter der Stadt beschert.

Da wir am nächsten Morgen direkt weiterfahren entscheiden wir uns dafür, die Nacht in Newark zu verbringen. Unsere Wahl fällt auf das Hilton Newark Penn Station Hotel und wir bereuen sogleich, dass wir nicht den saftigen Preis für das Hyatt in Jersey City zahlen wollten. Das Hilton ist sauber, das Zimmer ok, aber mehr leider auch nicht. Ein veraltetes Hotel mit Teppichböden und dunklem Holz. Das Personal ist allerdings sehr nett, zum Schlafen reicht es allemal, und Bedbugs hat es hier glücklicherweise auch keine.

 

Tag 2: Philadelphia

 

Um 7.01 soll unser Zug in Richtung Philadelphia starten, die Newark Penn Station liegt direkt neben unserem Hotel. Die Warteraum dient als Schlafstelle für die Obdachlosen, mir ist unwohl und erste Zweifel an unserem Vorhaben kommen auf. Umso grösser ist dann die Überraschung als der Zug pünktlich auf die Minute einfährt und mit WIFI und bequemen Sitzen auftrumpft.

Kurz nach 08.00 erreichen wir Philadelphia, die kleine Schwester New Yorks.

 

 

 

Das Wetter ist perfekt, zu Fuss spazieren wir um Wartezeiten zu vermeiden direkt via Market Street zur Liberty Bell. Nach einigen Fotostops und einer Starbuckspause treffen wir genau zur Türöffnung um 9.00 ein.

 

Mit den obligaten Fotos in der Tasche marschieren wir zurück ins Zentrum, dabei passieren wir das lebhafte Chinatownviertel.

 

 

 

Auch Philadelphia hat eine LOVE-Skulptur von Robert Indiana. Zusammen mit dem Springbrunnen verschönert sie die John F. Kennedy Plaza oder den Love Park, wie der Platz auch genannt wird.

 

Man sieht von hier aus in direkter Linie zum Logan Square und zum Philadelphia Museum of Art.

 

 

 

Der Swann Memorial Brunnen (oder Fountain of the Three Rivers) bildet das Zentrum des Logan Circles. Von hier aus sieht man schön auf die Skyline und ebenfalls in direkter Linie zu unserem nächsten Ziel, dem Philadelphia Museum of Art.

 

 

Nicht die Kunstwerke sind der Grund unseres Besuches, sondern die Statue von Rocky Balboa. Die Museumstreppen sind Originalschauplatz vom Rockyfilm. Schon von weitem hören wir aus riesigen Lautsprechern die Rockyhymne, was uns doch etwas verwundert. So kommerziell wird das Ganze dann aber doch nicht vermarktet, es stellt sich heraus, dass heute ein Sportanlass stattfindet.

Wir sind bis jetzt gute 2.5 Stunden reine Gehzeit zu Fuss unterwegs und haben Hunger - im süssen Darling's Cafe geniessen wir Passion Lemonade und Taco Bell können wir ebenfalls gleich von der To Do-Liste streichen.

Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen und sich ein grobes Bild von der Stadt zu machen, reicht ein Tag in Philadelphia völlig aus. Wer die Museen besuchen, shoppen oder gemütlich unterwegs sein möchte ist mit 2 Tagen gut bedient. Wir haben ca. 9km. zu Fuss abgespult.

 

Wir stellen Fest, dass unser Zug nach Washington mit Verspätung erwartet wird, also legen wir noch einen kurzen Shoppingbummel ein. Als wir an der 30th Street-Station eintreffen sind es bereits 30 Minuten, später sogar 50. Nach einer Stunde geht es schliesslich los, aber wer ab und zu mit der deutschen Bahn unterwegs ist kennt das ja.

Washington

 

Die Fahrt ist angenehm, der Indian Summer ist hier in vollem Gange. Buntverfärbte Bäume und mehrere Seen sorgen für eine kurzweilige erholsame Fahrt.

Die Ankunft im The Graham Georgetown Hotel topt sämtliche Erwartungen. Was für ein schönes Hotel, unser Zimmer ist der Knaller.

 

 

Die Abendstimmung wollen wir nutzen für Fotos, also ziehen wir direkt weiter in Richtung National Mall. So langsam spüren wir Beine und Füsse, die diversen Sehenswürdigkeiten sind hier auf einer gewaltigen Fläche verteilt.

 

Das weisse Haus bildet füt heute den Abschluss, gute 15 Kilometer sind wir an diesem Tag zu Fuss durch Philadelphia und Washington marschiert. Nun lassen wir uns mit dem Taxi zur Cheesecake Factory fahren. Cocktails, Burger und Cheesecake - das haben wir uns jetzt verdient.

Später geniessen wir im Hotel den Blick auf Washington von der Open-Air Rooftopbar aus.

Tag 3: Washington

 

Auch heute begrüsst uns Washington wieder mit strahlendem Sonnenschein, beste Voraussetzungen für das weitere Sightseeingprogramm. Mit der Metro gehts nach Arlington zum Iwo Jima Memorial. Durch den Park wollen wir zu Fuss weiter in Richtung Pentagon, erkennen aber leider keine Möglichkeit, den Highway zu überqueren. Unser Kartenmaterial von Washington taugt nichts.

Den Gang zum Pentagon hätten wir uns so oder so sparen können, das Gelände ist abgeschirmt und die Form des Baus würde man nur aus der Luft erkennen. Eine Tour wollen wir nicht machen, also ziehen wir wieder von dannen. Aus der Metro sehen wir das Gebäude aber immerhin nochmal aus der Distanz.

 

Unser nächstes Ziel ist die Washington National Cathedral. Die angegebene Metrostation Tenleytown-AU ist so weit weg, dass ich ein Taxi ab hier empfehlen würde. Alternativ gibt es auch Busse, die die Kirche direkt anfahren. Nach dem langen Fussmarsch sind wir froh, endlich die Türme der gotischen Kirche zu erspähen. Nun beginnt die nächste Suchaktion, wo ist der Darth Vader-Gargoyle? Die Menge und Artenvielfalt der Gargoyles ist so gross, dass wir auf Hilfe angewiesen sind. Der dritte von uns angefragte Passant erweist sich als hilfreich - wir finden Lukes Vater.

 

 

Washington hat wahnsinnig viele Sehenswürdigkeiten, wer sich zusätzlich noch für Museen interessiert kann hier locker eine Woche verweilen. Mit dem Capitol beschliessen wir unsere Besichtigungs-Tour und fahren zurück ins wunderbare Georgetown-Viertel.

Die Mittagspause verbringen wir bei Five Guys Burgers, den Willy Wonkas of Burgers. Auch Barack Obama stillt seine Lust auf Fast Food ab und zu hier, nicht ohne Grund. Superlecker! Den Verdauungsspaziergang starten wir direkt hier, in Georgetown lässt es sich gut shoppen und bummeln.

Mit einem Highlight endet unser Washingtonbesuch, im süssen Cafe Baked and Wired sitzen wir bei frühlingshaften Temperaturen draussen und gönnen uns einen Soja-Chai Latte und Cupcakes. Der Laden setzt auf natürliche Zutaten, liebevolle Präsentation und gemütliche Atmosphäre. Top!

 

Welcome to New York City

 

Heute klappt es auch wieder besser mit dem Zug, um 19.00 checken wir bereits im Z NYC Hotel ein. Mit dem Zimmer sind wir sehr zufrieden, der Ausblick ist atemberaubend.

 

Der Hotelshuttle fährt immer zur vollen Stunde über die Brücke nach Manhattan, diesen Dienst nutzen wir jetzt um in die Grossstadt einzutauchen.

 

 

Und wieder ist es, als wäre man nie weggewesen. Der Lärm, die Menschenmassen, die Hochhäuser, die Lichter - New York hat uns wieder. Ich liebe diese Stadt!!


Der fünfte Besuch wird etwas anders werden als die vorherigen, Sehenswürdigkeiten stehen so gut wie keine auf dem Programm.

 

Etwas bleibt sich aber gleich - schon fast standardgemäss haben wir im Ruth's Chris Steakhouse einen Tisch für den ersten Abend reserviert. Satt und mit New York in Kopf und Herz steigen wir zufrieden in den Hotelshuttle.

Tag 4: Woodbury und Manhattan

 

Mit dem ersten Shuttle lassen wir uns wieder nach Manhattan fahren, schon jetzt kurz nach sieben sind die Strassen hier brechend voll. Im Coffee Shop gibts Cereal und Bagels, bevor uns der Shortline-Bus abholt um uns in die Woodbury Premium Outlets zu fahren. Nach 4 Stunden Shopping vom Feinsten gehts mit vollen Rucksäcken zurück nach New York City - Kleider für die restlichen Tage haben wir nun zur Genüge.

Nach einer kurzen Pause im Hotel entscheiden wir uns am Nachmittag für einen Bummel durch SoHo und Greenwich. Hier unten ist New York einfach herrlich, man kann stundenlang flanieren und verweilen.

 

Auf Empfehlung von Freunden hin suchen wir das Rosa Mexicano um festzustellen, dass halb New York dieselbe Idee hatte. Den nächsten freien Tisch gibt es in 90 Minuten! Im Barbereich wird glücklicherweise eine Lounge frei, diese schnappen wir uns sofort. Frozen Pomegranate Margaritas und Fingerfood kann man hier ebenfalls wunderbar geniessen.

 

New York City erlebt man ohne Zweifel am besten zu Fuss. Es ist mittlerweile dunkel geworden und die Lichter der Stadt weisen uns den Weg zurück von der 18th Street zur Ecke Lexington/59th.

Am Times Square legen wir eine kurze Pause ein und tauchen ab in die Menschenmassen. Wahnsinn, was hier los ist, auch zu später Stunde.

 

Auch heute nutzen wir wieder den kostenlosen Shuttle um zurück zum Hotel zu gelangen. Die U-Bahn-Anbindung ist nicht schlecht, aber spätabends fühlen wir uns mit dem Shuttle sicherer. Mit Blick auf die Skyline geniessen wir das schön ruhige Hotelzimmer und schlafen wunderbar.

Tag 5: Manhattan / New Jersey

 

Heute testen wir das Frühstücksbuffet im Hotel, für USD 14.99 gibt es all you can eat. Das Angebot ist nicht gerade berauschend, Cereals, Obst und Bagels finden wir aber. Preis/Leistung stimmt hier nicht ganz, dafür passt uns das Ambiente sehr gut. Das Personal scheint unseren Musikgeschmack zu teilen, bereits um 6.30 dröhnt laute Rockmusik aus den Lautsprechern.

Von der Dachterrasse aus schiessen wir einige Skylinebilder, bevor wir mit der Subway zur 14th Street fahren. Das Wetter ist heute nicht so perfekt wie die letzten Tage, es ist bewölkt und trüb.

 

 

Die Highline ist ein altes Bahntrassee, welches zu einem urbanen Park mit Fussweg umfunktioniert wurde. Die Anlage wird liebevoll gepflegt und bietet eine tolle Abwechslung zu den vollen Strassen New Yorks. Wir nehmen den Eingang an der 14th Street und schlendern bis zum Ende and der 30th Street. Sehr schön!

 

Nun stürzen wir uns wieder ins Getümmel, Macys, Manhattan Mall und viele weitere Shops rund um das Empire State Building warten auf uns.

 

Bei diesem Besuch spielt das Wetter endlich mal mit für unser nächstes Ziel. Am Mittag machen wir es wie die New Yorker, wir stellen uns bei Shake Shack im Madison Square Park in die Schlange und essen die leckeren Burger an einem der kleinen Tischen im Park. Dazu beobachten wir amüsiert die Moppel-Eichhörnchen, welche geschickt die Reste der Fries aus den Mülltonnen fischen und genüsslich verspeisen.

Schon oft habe ich von der Gramercy Terrace gelesen, diese wollen wir jetzt für einen Drink  aufsuchen. Tagsüber ist das nicht wirklich empfehlenswert, man sieht kaum etwas und die Bar ist geschlossen. Die Einrichtung sieht allerdings richtig toll aus.

Für den Rückflug brauchen wir einen Koffer, diesen wollen wir jetzt kaufen und mit dem Shuttle ins Hotel bringen um gleichzeitig eine kurze Pause einzulegen. Mit der Metro solls Uptown gehen, wir erwischen aber den falschen Subway-Eingang. Erst als wir am Geleise stehen merken wir, dass es gar keinen Weg zur anderen Fahrtrichtung gibt. 5$ sind weg, der zweite Versuch klappt glücklicherweise.

 

Die Koffersuche gestaltet sich schwieriger als erwartet, Bloomingdales will $565 haben für das Objekt unserer Begierde. Wir klappern die nähere Umgebung ab, denn um den nächsten Shuttle nicht zu verpassen können wir im Moment nicht allzuweit weg. Den ganzen Tag spaziert man an unzähligen Shops vorbei, die einem Luggage regelrecht nachschmeissen und jetzt!?

 

Erleichtert erspähen wir schliesslich in einem Souvenir-Shop Koffer und beeilen uns in Richtung Lexington/59th.

 

 

Am späteren Nachmittag zieht es uns nach Jersey, die letzten Male haben wir immer dort übernachtet. Die riesige Newport Mall ist jetzt genau das richtige für uns, ohne Menschenmassen können wir noch einige Besorgungen erledigen. Danach gönnen wir uns eine Portion Sushi bei Komegashi und geniessen dazu den Blick auf die Skyline.

Der heutige Nachtspaziergang führt uns von der 33rd-PATH-Station über die 5th Avenue zurück zur Ecke Lexington/59th.

Tag 6: Manhattan

 

Die Hotelcrew hat über Nacht den Aufenthaltsraum gruselig dekoriert, Halloween wird richtig zelebriert. Wir frühstücken ein weiteres Mal hier während abwechslungsweise spooky Geräusche, Monster mit roten Augen oder Leichen auf dem elektrischen Stuhl kreischen und rotieren.

 

Mein Vorschlag, sich bei der Bäckerei Dominique Ansel für einen Cronut anzustellen wird mit den Worten "kannst Dir ja einen bei Migros holen" quittiert. No Cronut for me.

Das neue World Trade Center ist seit unserem letzten Besuch vor 2.5 Jahren wieder ein gutes Stück fortgeschritten, fertig ist es aber immer noch nicht. Wir schlendern durch den Financial District und halten bei Century 21 nochmal nach Schnäppchen Ausschau. In den frühen Morgenstunden hält sich der Andrang hier im Shop noch in Grenzen. Danach macht uns eine französischsprechende Reisegruppe einen Strich durch die Rechnung, kein Platz und eine riesige Schlange bei Starbucks. Der alternative Chai Latte bei Prêt a Manger schmeckt schal.

 

Jetzt wird es für mich ganz traurig, ich muss mich von meiner treuen Umhängetasche verabschieden. Unzählige Löcher verunmöglichen den weiteren Gebrauch. Man mag es kaum glauben, keine meiner zahlreichen Handtaschen mag sie mir in diesem Moment ersetzen.

 

Zurück am Union Square entscheiden wir uns für einen Zweitbesuch im Rosa Mexicano. Die Crew beendet gerade ihr Meeting und öffnet die Pforten, als wir für den Lunch auf der Matte stehen. Jetzt hat es einen freien Tisch und wir geniessen die Köstlichkeiten ein zweites Mal.

 

 

Delicious Frozen Pomegranate Margritas!

 

Es wäre nicht New York, wenn es nicht plötzlich regnen würde. Keiner meiner 5 Besuche ist trocken geblieben, so ziehen auch jetzt dunkle Wolken auf. Dem Nieselregen trotzen wir, als es aber plötzlich wie aus Eimern giesst holen wir bei Walgreens einen Schirm und sichern uns einen Fensterplatz in der nächsten Starbucks-Filiale.

 

Auch diese Seite von New York gehört dazu und hat seinem Reiz.

 

Zum letzten Mal schlendern wir zum Shuttle, es wird Zeit, im Hotel das Gepäck abzuholen. Der Fahrer kennt uns mittlerweile und als wir mit Sack und Pack zu Fuss in Richtung U-Bahn aufbrechen wollen springt er regelrecht aus dem Wagen und bietet uns an, uns ausserhalb seines Routenplans während seiner Pause hinzufahren. Eine aussergewöhnlich nette Dienstleistung, die wir sehr gerne nutzen. Es hat sich ausgezahlt, dass wir ihm immer Tips gegeben haben und auch mal ein Wort mit ihm gewechselt haben.

An der JFK Airtrain-Station lassen wir uns zum Schluss noch abzocken, eifrige Händler sammeln die Metrokarten der abreisenden Passagiere ein. Unüberlegt geben wir unsere aus der Hand um am Ticketautomaten gleich zu merken, dass wir diese auch für den Airtrain hätten nutzen können. Wohl oder übel müssen wir eine neue Karte ziehen und erneut ein Guthaben laden.

 

Dafür klappt es mit dem Flug besser als erwartet, wir fliegen sogar vor der planmässigen Abflugszeit ab und erreichen Zürich am nächsten Morgen wesentlich früher als angekündigt.

Die Zeit den den USA war einmal mehr ganz toll. Gut 60km sind wir in diesen Tagen zu Fuss durch die Städte spaziert, dafür wurden wir mit unzähligen neuen Eindrücken und Bildern belohnt. New York, wir werden uns auf jeden Fall wiedersehen.