Reisebericht New York und Chicago - Oktober 2016

Tag 1:

 

Mit New York ist es so eine Sache, kaum sieht man eine Filmszene oder Bilder, wird das Fernweh geweckt. So in unserem Fall auch anfangs des Jahres, was in einer Flugbuchung geendet hat.

 

Kurz vor der Reise stelle ich fest, dass die rechtzeitige Anreise zum Flughafen wegen dem Sonntagsfahrplan von unserem kleinen Wohnort aus mit ÖV gar nicht möglich ist. Meine Eltern stehen netterweise um 05:30 bei uns auf der Matte, um uns zum Hauptbahnhof zu fahren. Danke!

 

Am Gate wird mir mein Boarding Pass weggenommen zwecks späterem Extra-Securitycheck, was nicht gerade zu meiner Entspannung beiträgt. Nach einem Bodycheck und gründlicher Durchsuchung meines Handgepäcks erhalte ich ihn wieder, Puh! Ab in den Flieger und bloss weg.

 

Der Flug verläuft ruhig und pünktlich, die Immigration schaffen wir in Rekordzeit von weniger als 10 Minuten. Mit dem AirTrain fahren wir nach Jamaica, von da aus können wir mit der Long Island Rail Road direkt zur Penn Station fahren.

Obwohl noch nicht 15:00 Uhr ist, können wir bereits unser Zimmer im Cassa Hotel beziehen. Die Lobby sorgt für Ernüchterung, haben wir doch gemäss Internetseite ein modernes, neues Hotel erwartet und treffen nun auf ein kellerartiges, karges Zimmer. Der mit dunklem Teppich ausgelegte Lift lässt hoffen und tatsächlich, das Zimmer ist gross und schön.

 

 

 

Heute ist der letzte Tag der New York Comic Con, da wollen wir einen Augenschein nehmen. Die Richtung stimmt, das entgegenkommende Volk ist ein untrüglicher Hinweis darauf. Tickets haben wir keine gekauft im Vorfeld, und jetzt ist wie erwartet alles ausverkauft. Der Eingangsbereich reicht uns aber für heute völlig aus, lustige Figuren und Cosplayer sehen wir hier zur Genüge.

 

 

 

Vom Jarvits Center aus bummeln wir in Richtung Times Square und sind definitiv zurück in New York City: Sirenen, Bretzel-, Wurst- und Mandelgeruch, dampfende stinkende U-Bahn-Schächte und gestresste Menschenmengen. Eine Hassliebe! An der 34th definitiv Liebe, als wir die ersten Shops betreten.

 

 

 

 

Am Times Square sorgt der Naked Cowboy für Unterhaltung - beim 6. Besuch in New York habe ich ihn nun auch endlich mal live zu Gesicht bekommen.

 

 

An der 51th entscheiden wir uns für unser Lieblingsrestaurant, das Ruth's Chris Steakhouse. Einmal mehr ist das Essen sagenhaft lecker! Als wir gehen, ist die Warteschlange am Eingangsbereich beträchtlich. Ein teurer Spass, aber für uns jeden Dollar wert.

 

 

Nun zeigt sich sogar noch etwas Abendsonne, was wir für eine ausgiebige Fototour durch Midtown nutzen. Die zahlreichen Broadway Shows sorgen für volle Bürgersteige.

Den heutigen Tag beschliessen wir auf der Dachterrasse vom Cassa Hotel. Hammer! Später wird uns noch eine Flasche Wein aufs Zimmer gebracht, als Willkommensgeschenk.

Tag 2:

 

Jet Lag...zuverlässig meldet er sich, um 01:30 bin ich hellwach und würde am liebsten direkt los.

 

Irgendwie wird es dann doch Morgen und Zeit fürs Frühstück. Tee, Kaffee, Bananen, Äpfel, Cereals, Riegel und jede Menge abgepackte Zuckerbomben sorgen nicht direkt für Begeisterung, sind aber besser als gar nichts. Meistens ist in New York nämlich gar kein Frühstück inklusive.

 

 

Das Wetter ist heute toll, wie immer wollen wir Manhattan zu Fuss erleben und ziehen direkt los. Unser erster Fixpunkt ist die Highline, hier ist es nicht nur schön und ruhig, man kommt auch viel schneller vorwärts als auf den vollen Strassen und Rotlichtern an jeder Kreuzung. Hier fällt der neue Tower Hudson Yards auf, wo bis 2018 viele neue Shops eröffnet werden sollen.

 

 

 

 

An der 16th verlassen wir die Highline und stehen vor dem Chelsea Market, welcher unser Interesse weckt. Im Innern finden wir viele kleine ansprechende Shops, welche in erster Linie Nahrungsmittel anbieten. Alles hat hier schon geöffnet, bei der Fat Witch Bakery kaufe ich mir ein Stück Matchabrownie.

 

 

So langsam öffnen auch die anderen Läden ihre Tore, wir wollen an der 14th in Richtung Union Square das Guitar Center, Nordstrom Rack, Strand Books und weitere Shops besuchen.

 

Plötzlich stehen wir vor einem coolen Schaufenster, und wie könnte es anders sein, im Gothic-Store Renaissance finde ich supersüsse Stiefel. Love!!!!

 

 

 

 

In der Gegend Broadway/Prince Street in Lower Manhattan sind all die grossen Flagship Stores, danach passieren wir die Canal Street und landen schliesslich im Chinatown. Zeit für eine Pause, bei 7 Eleven kaufen wir Snacks und setzen uns an der Sonne etwas hin.

 

 

Am Southstreet Seaport stellen wie fest, das die alte Holzmall mit der guten Aussicht leider gerade saniert wird, stattdessen setzen wir uns in eine Brewery und relaxen, bevor wir uns bei Century21 ins Getümmel stürzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun stehen wir vor dem neuen Freedom Tower. Ein immer noch mulmiges Gefühl, wir verzichten auf Museum und Observatory.

 

 

 Mit der U-Bahn kürzen wir etwas ab und fahren bis zur 23rd hoch, beim Flatiron im Washington Park wollen wir zu Shake Shack. Die Schlange ist wie immer lang, aber es gibt hier im Park so viel zu sehen, dass die Wartezeit kurzweilig ist. Und natürlich lohnt es sich, die Burger sind hier super.

 

Zu Fuss spazieren wir weiter bis zur Manhattan Mall, wo wir unsere obligate Runde drehen.

 

Wenn schon denn schon, auch Macys besuchen wir noch, merken aber schnell, dass es so langsam genug ist für heute. Shoppingmüde in New York, das kommt auch schon mal vor. Das Schrittpensum beläuft sich auf über 30'000 bisher heute.

Nach einer kurzen Pause im Hotel entscheiden wir uns für einen Schlummertrunk in der Blue Ruin Bar direkt um die Ecke. Hier läuft genau unsere Musik und die Drinks sind super günstig. The Place to be for us!

 

 

Auf dem kurzen Heimweg kreuzen wir die Sandwichkette Subway und kaufen uns einen Imbiss. Zusammen mit der geschenkten Flasche Wein ergibt das auf der Hoteldachterrasse einen tollen Late-Snack, selbst wenn ich Wein einfach nicht mag...soo schön!

Tag 3:

 

Nach dem erneut dürftigen Frühstück mischen wir uns unter die arbeitenden New Yorker und marschieren in der Menschenmenge von Ampel zu Ampel bis zur Grand Central Station.

 

Wir kaufen Tickets nach Philipse Manor und lehnen uns im Zug zurück. Anfänglich lässt ist die Aussicht noch etwas zu wünschen übrig, wird dann aber mit Blick auf den Hudson besser.

 

 

Als wir in Philipse Manor aus dem Zug steigen und nach dem Weg zum Stadtzentrum von

Sleepy Hollow fragen, werden wir schräg angeschaut. Happy Walking meint eine Dame...als ob 20 Minuten Fussweg etwas aussergewöhnliches wären. Nach einem schönen Quartier kommt eine Hauptstrasse ohne Bürgersteige, über den schmalen Rasenstreifen stapfen wir weiter und stehen plötzlich am Friedhof vor der Old Dutch Church.

 

Nun stehen wir am Ort, wo gemäss der Legende früher die Headless Horseman Brücke war. Das Museum im Philipsberg Manor-Haus hat heute geschlossen, also schleichen wir auf eigene Faust etwas durch das kleine Wäldchen mit Teich.

 

Hm...wie the most haunted Place on Earth sieht es hier in Sleepy Hollow nicht direkt aus, vielleicht liegts am strahlenden Wetter? Vielleicht hätten wir nachts herkommen sollen. Immerhin finden wir viele für Halloween dekorierte Häuser.

 

 

Wir nutzen das tolle Wetter und spazieren weiter bis in das nächste Örtchen Tarrytown, wo wir den Zug zurück nach New York nehmen.

 

Nach einem kleinen Imbiss verschlafe ich die ganze Rückfahrt und zur Mittagszeit erreichen wir bereits wieder die Grand Central Station. Ich hatte definitiv schon bessere Ausflugsideen.

 

Im Saks an der 5th Avenue wäre ich im Paradies, hätte meine Kreditkarte unlimitiertes Guthaben. Leider ohne Tüten geniessen wir im schönen hauseigenen Restaurant ein leckeres Mittagessen und besprechen das weitere Programm.

 

 

Ich halte mich nach Sleepy Hollow mit Vorschlägen nun etwas zurück.

 

 

Top of the Rock? Im Februar 2010 war es so eisig kalt, das wir kaum die Kameras halten konnten.

 

Wieso also nicht ein weiteres Mal hoch und ein paar schöne Bilder machen. Die Warteschlange ist minim, also let's go. Megaaussicht!

 

 

An der 5th bummeln wir durch die Shops und machen schliesslich im Uniqlo bei Starbucks eine gemütliche ausgedehnte Pause.

 

 

Im Central Park schauen wir später den Eichhörnchen zu und geniessen etwas die Ruhe.

Via Times Square shoppen wirs uns weiter durch in Richtung Hotel und entscheiden uns spontan für einen Stop bei Haru. Green Tea Margaritas uns Sushi, so fein!

Nun kommen uns auf dem Rückweg keine weiteren Shops und Restaurants mehr in die Quere, dafür in der Lobby ein Winetasting.

Auch heute genehmigen wir uns im Blue Ruin einen Schlummertrunk, und einmal mehr wünschte ich mir Zuhause eine solche Metalbar. Gemütlich, einfach, günstig und genialer Sound. Was will man mehr.

Tag 4:


Heute gibt es eine Überraschung beim Frühstück, Brötchen, Cream Cheese und Joghurt ergänzen das Buffet. Juhu!

Beim schönstem Wetter spazieren wir zum Hudson und in diesem Moment finde ich es soo schade, dass das Hyatt so teuer geworden ist. Wie habe ich da 2010 und 2011 die frühen Morgenstunden am Ufer jeweils genossen...das war und bleibt mein Lieblingshotel hier in New York.

 

 

 

Pünktlich zur Türöffnung stehen wir vor dem USS Intrepid Museum und werden direkt eingelassen.

 

In Ruhe sehen wir uns den Space Shuttle und das innere des Flugzeugträgers an. Beim U-Boot müssen wir kurz anstehen, bevor wir hinab ins enge Innere können.

 

Um 12:00 Uhr checken wir im Cassa Hotel aus und spazieren mit unseren Trollies mitten durch Midtown zum Bryant Park.

 

Die super Buchhandlung Kinokuniya wollen wir natürlich auch hier besuchen. Preislich sind die Bücher nicht interessant, es bleibt beim Schauen. Dafür schenkt mein Freund mir süsse Origami-Ohranhänger, worüber ich mich mega freue. Und Japan ist ganz präsent.

 

 

Vom Bryant Park aus fährt die Linie 7 direkt zur Station Woodridge, wo wir auf den Flughafenbus 70 nach La Guardia umsteigen können.

 

 

Vor dem Weiterflug kaufen wir ein Sandwich, welches in meinem Fall neben Roastbeef und Salat auch eine Lage Küchenrolle (...oder Schlimmeres!?) enthält. Ich schaue etwa so wie der Cafe Crumpy-Typ und reklamiere natürlich. Da ich kein neues Sandwich will, sondern mein Geld zurück, werde ich zur Chefsache. Nach 15 Minuten beharrlichen Verhandlungen und weiteren 15 Minuten Wartezeit auf den General Manager habe ich meine 12 USD zurück. Geht doch! Vielleicht hätte ich eine Klage in Erwägung ziehen sollen, in den USA soll diesbezüglich ja alles möglich sein. So geht die Zeit am Flughafen auch rum...

 

 

Um 16:00 heben wir mit einem grandiosen Blick auf Manhattan ab, Good Bye New York!

 

 

 

Nun fliegen wir weiter nach Chicago, wo uns unsere Freunde schon erwarten.

 

Der Flug von New York her ist turbulent und unruhig, mir ist nicht wohl an Board. Ginger Ale kommt wie gerufen und ich bin froh, als wir eine halbe Stunde zu früh landen. Immigration haben wir bereits in New York hinter uns gebracht, wir können also direkt zur Metro marschieren.

 

Die Blue Line fährt direkt ins Stadtzentrum, in unserem Fall bis Clarke/Lake. Im Wyndham Grand Chicago Riverfront Hotel erhalten wir ein Zimmer im 33. Stock mit grandiosem Ausblick.

 

Hier weht ein anderer Wind, eine Kaltfront hat etwas Regen und Abkühlung nach Chicago gebracht. Wir packen uns ein und freuen uns, mit unseren Freunden auf einen Drink loszuziehen. Mit Beatrix finden wir ein sympathisches Lokal für Snacks und Drinks.

 

Spontan beschliessen wir den Abend mit einem legendären Stück Cheesecake von der Cheesecake Factory. Superfein!

 

Tag 5:

 

Die Aussicht aus dem Zimmer ist so genial, da ist es auch nicht weiter schlimm, dass ich mal wieder nicht schlafen kann. Stundenlang könnte ich hier aus dem Fenster schauen, selbst mitten in der Nacht läuft hier ständig etwas. Vom Sofa aus beobachte ich den Sonnenaufgang und die erwachende Stadt.

 

In der Corner Bakery frühstücken wir schliesslich, bevor wir etwas durch die Loopgegend schlendern.

 

Im Chicago Theatre haben wir 2012 die Prog-Metaller Dream Theater live gesehen, das war ein ganz tolles Erlebnis, diese grossartige Band in dieser einzigartigen Location zu geniessen.

Mit unseren Freunden treffen wir uns bei der Chicago Music Exchange, wo die Männer erstmal eine Weile bleiben. Gut gibt es direkt eine Starbucksfiliale um die Ecke.



Das Wetter ist heute prächtig, wir schlendern durch die Strassen bis wir ziemlich zur Mittagszeit vor dem Giordiano's stehen. Perfekt - eine Chicago Style Pizza wollten wir nämlich auch bei diesem Besuch auf jeden Fall wieder essen. 45 Minuten lang wird die upside-down Pizza direkt frisch gebacken. Eine Köstlichkeit, die man bei einem Chicagobesuch unbedingt probieren sollten.

 

 

Im Belmontviertel hat sich einiges verändert, mein Lieblingsstore The Alley ist leider auch unter den zahlreichen Shops, die hier geschlossen wurden.

 

 

Die grossen Ketten kommen langsam auch hierhin, die kleinen alternativen Stores muss man sich nun ziemlich rauspicken.

 

Die Fullerton Station kommt nun wie gerufen, die Metro bringt uns zum Millenium Park, wo wir bei The Bean die obligaten Fotos machen. Seit unserem letzten Besuch wurde hier einiges investiert und erweitert, die Parkanlage ist echt der Hammer. Riesige Spielplätze, Spazierwege, eine Kletteranlage, Wasserspiele, für jede Jahreszeit bietet der Park etwas.

 

Man hat von hier aus einen perfekten Blick auf die Skyline und kann wunderbar über die Brückenkonstruktion flanieren.

 

Am Ufer entlang spazieren wir via Riverwalk zurück ins Zentrum, wir wollen noch etwas shoppen vor dem Nachtessen.

 

 

Spontan entscheiden wir uns dafür, das Weber Grill Restaurant auszuprobieren. Die Wartezeit von 30 Minuten für den Tisch lohnt sich, das Essen ist superfein. Ein schöner gemütlicher Ausklang eines wunderbaren Tages.

Tag 6:


Am Vormittag besuchen wir ein paar Shops, vor allem auf Macys freue ich mich. Hier in Chicago ist das 9-Stöckige Einkaufszentrum soooo schön. Ich liebe es total! Auch den Water Tower Place mag ich sehr gerne, es ist grundsätzlich hier weniger voll als in New York, trotzdem findet man alles was man sucht.

 

Während New York mich meist nach kurzer Zeit stresst, fühle ich mich hier richtig wohl.

 

Zur Mittagszeit checken wir im Wyndham aus und fahren mit unseren Freunden weiter nach Hammond um deren Familie zu besuchen.

 

 

Für die Nacht haben wir ein Zimmer im Hampton Inn By Hilton reserviert und erfreuen uns beim Check-In an dem süssen neueröffneten Hotel.

 

Wir fahren direkt weiter zur Familie und freuen uns sehr über das Wiedersehen.

 

Alle zusammen spazieren wir ins kleine Zentrum von Griffith und wir staunen, dass es hier mit Billy O's Dynamite Music einen super Musikladen gibt.

 

 

 

Für mich gibts ebenfalls ein Highlight, S & J Stereo, ein cooler Plattenladen. Es hat richtig viel Ware hier und der Inhaber ist sehr nett und hilfsbereit. Ich fühle mich um viele Jahre zurückversetzt und trauere gerade dem tollen Plattenladen Tribe in Solothurn hinterher. Am Schluss schenkt der ältere Herr mir noch eine Schallplatte, ich freue mich riesig.

 

Nun ist es Zeit für eine Erfrischung, das alternative Grindhouse Cafe kommt wie gerufen. Die auserwählten Teesorten gibt es alle auch Iced, perfekt.

 

 

Vor dem Nachtessen bleibt noch etwas Zeit, also fahren wir in den Halloween Store. Ja - es gibt hier extra einen Store dafür, so gross wie eine Supermarktfiliale bei uns. Neben spooky Dekorationen findet man hier auch alle erdenklichen Kostüme und Perücken, so zum Beispiel das Slash Kit, das Paradise City oder Rock of Love Kit. Ganz amüsant finde ich auch den Nordic God/Beard-Look. Ansonsten würde ich im Store zu gerne ein paar Horror-Dekos für den Garten mitnehmen...

 

 

Im True BBQ & Whiskey ist ein Tisch für uns reserviert, wir werden mit Chips und Pickles empfangen. Mein Beef Brisket ist super fein, es wurde während 14 Stunden im Barbecue Grill geräuchert.

 

Wer auf Fleisch steht, ist hier am richtigen Ort.

Nach dem Nachtessen kommt die Idee auf, nochmal shoppen zu gehen. Praktischerweise hat der grosse Target bis 22:00 offen, also fahren wir alle zusammen los zum Late-Shopping. Genau solche Momente finde ich super - ganz locker und unkompliziert. Ich stelle mir die Gesichter vor, wenn bei uns in der Schweiz im Restaurant um 20:30 jemand diesen Vorschlag machen würde. Gut, offen hätte ja eh nichts...

 

In der Umgebung des Hotels findet man weit und breit nichts, ausser der Byway Brewing Company. Für alle anderen ein Segen, für mich gibts halt Tee. Der Sound ist dafür perfekt für mich, es läuft ganz nach meinem Gusto nonstop Metal. Yay!

 

Tag 7:

 

Bereits ab 06:00 kann man frühstücken, perfekt für mich Earlybird. Und wie toll! Mann kann sich selber Waffeln backen, dabei übertreiben wir es allerdings etwas.

 

Dazu läuft in der Lobby der Horrorfilm A Nightmare on Elm Street auf dem grossen Fernseher, irgendwie lustig.

 

 

Mit dem Zug fahren wir nach dem üppigen Frühstück zurück nach Chicago, wir wollen ins Adler Planetarium.

 

Google Maps meint, wir sollten den Bus nehmen von der Station aus, wir entscheiden uns aber, die halbe Stunde zu Fuss zu gehen. Schon nach der ersten Unterführung geraten wir mitten in einen langen Demonstrationszug und trotten halt mitsamt unseren Trollies der Menschenmenge hinterher. Am Aquarium trennen sich glücklicherweise unsere Wege, als wir plötzlich die Kuppel vom Planetarium vor uns sehen. Also zu Fuss ist das mal gar kein Problem, liebes Google Maps. Und wäre da nicht gerade eine Demonstration, wäre es sogar ein ganz angenehmer Spaziergang durch den Park.

 

Wir kaufen uns im Planetarium das Basic Ticket für 24.95 USD, damit kann man sich zusätzlich zu den Ausstellungen eine Show ansehen.

In einem runden Kinosaal kann man sich in Relaxsesseln zurücklehnen und die Show am Himmel geniessen. Unterlegt mit meditativer Musik ist das zu viel an Entspannung für mich, im Nu falle ich in den Tiefschlaf und werde von meinem Freund am Ende der Show geweckt. So gut wie eben habe ich bisher während dem ganzen Urlaub noch nicht geschlafen...

 

Nach einem kleinen Snack im hauseigenen Cafe mit Blick auf die Skyline sehen wir uns den Rest des Planetariums an.

 

 

 

Alle paar Minuten fährt ein Linienbus ins Zentrum, wir wollen zum Water Tower Place. Das Verkehrsaufkommen ist so riesig, dass wir dafür eine halbe Stunde brauchen.

 

In der Cheesecake Factory haben wir während dieser Reise bis auf den Cheesecake noch nicht gegessen, das holen wir jetzt nach. Unseren Vorsatz, etwas zu teilen, brechen wir beim Studium der Speisekarte direkt wieder. Natürlich bereuen wir es kurz darauf, die Portionen sind sinnlos gross. Mitnehmen wollen wir die Reste auch nicht, dafür ein Stück Cheesecake für später.

 

Wir schlendern noch etwas durch die Läden im Water Tower Place, bevor wir uns auf den Weg zum Wyndham Hotel machen, um den Rest unseres Gepäcks abzuholen.

 

Die Stadt ist voll im Chicago Cubs Fieber, die lokalen Baseballer sind so gut unterwegs wie seit über 100 Jahren nicht mehr. Endlich haben sie die Chance, "The Curse of the Billy Goat" zu brechen. Heute findet im Wrigley Field ein entscheidendes Spiel statt, die Cubs-Fans sorgen allmählich für noch vollere Strassen hier in der Innenstadt.

 

Zeit für uns, in Richtung Rosemont weiterzuziehen.

 

 

Für die letzte Nacht haben wir ein Zimmer im Hilton Rosemont gebucht, nahe beim Flughafen O'Hare. Nach dem schönen Hilton-Hotel in Hammond, erhoffen wir uns auch hier eine so tolle Unterkunft. Und tatsächlich, das Zimmer ist gross und komfortabel. Wir erhalten ein Upgrade mit Blick auf die Skyline., nett gemeint, aber im Regenwetter sieht man gerade mal ein paar Blinklichter.

 

Mit Tee und dem Stück Cheesecake verbringen wir einen ruhigen, entspannenden letzten Abend in unserem Zimmer.

Tag 8:

 

Das Frühstück ist hier im Hilton inklusive, die Auswahl gut. Etwas mehr ans Obst kommt wie gerufen, nach all dem ungesunden Essen bisher.

Der letzte Tag ist angebrochen, er ist reserviert für Powershopping. Die relativ neuen Fashion Outlets of Chicago kommen da wie gerufen. Wir haben im Hotel das Shopping Package gebucht mit Late Checkout und erhalten eine Kreditkarte mit einem Guthaben von 50 USD.

 

Kurz vor 10:00 Uhr stehen wir vor den Türen der Mall und ich werde leicht nervös.

 

In solch grossen Outlets bin ich im Paradies, die Sicherungen brennen durch, die Vernuft bleibt ab und zu auf der Strecke. Selbst die erhaltene Kreditkarte mit dem Guthaben vergesse ich während der ersten Stunde völlig, bis ich sie dann glücklicherweise im Portemonnaie entdecke und auch gleich einsetze.

 

Um 14:00 Uhr müssen wir auschecken, die Zeit wird nun knapp. nach 3.5h Mallvergnügen müssen wir leider etwas vorzeitig abbrechen und zurück zum Hotel. Aber bei Bath & Bodyworks kaufen wir dann doch noch eben den halben Laden leer.

 

Nach dem Check-Out setzen wir uns für eine Weile in die gemütlichen Sessel in der Lobby und geniessen die Stimmung am Kaminfeuer. Die Erholung nach dem Shoppingmarathon tut ganz gut. Der kostenlose Hotelshuttle fährt uns schliesslich direkt zum Abflugsterminal, was äusserst praktisch ist.

 

Mein Gefühl, dass wir viel Gepäck dabei haben, stellt sich mal wieder als Irrtum heraus. Zusammen bringen wir es auf je ein Handgepäckstück à 6.8kg und 7.7 kg plus eine gemeinsame Reisetasche à 8.5kg. Da wäre noch einiges gegangen.

 

Nach einem kostenlosen Jägermeistershot treffen wir am Gate unsere Freunde zum gemeinsamen Rückflug wieder.

 

 

Tag 9:

 

Nach einem ruhigen Flug landen wir am Mittag in Zürich - wie könnte es anders sein - bei Nebel und kalten Temperaturen.

 

Ich hoffe sehr, dass ich noch lange von diesen schönen Tagen in den USA zehren kann. Bis auf den letzten Tag, hatten wir erfreulicherweise jeden Tag viel Sonne.

 

 

New York habe ich jetzt wohl nach sechs Besuchen erstmal wieder für eine Weile gesehen, nach Chicago hingegen würde ich direkt morgen wieder fliegen. Diese wunderbare Stadt hat es mir einmal mehr sehr angetan.