Reisebericht Kalifornien April 2015 - Los Angeles, Las Vegas

Tag 1 - Anreise, Marina del Rey

 

Schon sind wieder mehr als 2 Jahre vergangen, es kommt mir vor als wären wir gestern in LAX gelandet.


Diese Reise steht unter einem ganz besonderen Stern, unsere enge Freundin feiert ihren runden Geburtstag in L.A. Für uns keine Frage, die Einladung anzunehmen und die mittlerweile fünfte Reise ins sonnige Kalifornien anzutreten.

Wir sind zu acht unterwegs, da kann Langeweile gar nicht erst aufkommen. Vermeintlich ausgefallene Züge entpuppen sich als Busse, vermisste Tickets tauchen in den Tiefen der Handtasche wieder auf, Züge die angeblich nicht zum Flughafen fahren fahren doch zum Flughafen...Die Zeit fliegt, die Lachtränen fliessen.

 

Am Flughafen erwartet uns ein Menschenauflauf sondergleichen, jeder der kann packt die Chance und entflieht über Ostern dem garstigen Schweizer Wetter. Pünktlich gehts los, Los Angeles., wir sind wieder im Anflug!

 

 

12 Stunden später werden wir mit Sonne und milden Temperaturen begrüsst.

 

Zum ersten mal erledigen wir die Immigration selber am Automaten, ebenso beim Car Rental. Beides ist zwar super praktisch und zeitsparend, allerdings noch nicht ganz ausgereift.

 

Das Navigationsgerät ist für die Katz, das Display bleibt dunkel. Auf eine Rückkehr zur Alamo haben wir keine Lust, zum Glück sind wir geübt im Kartenlesen.

 

 

Im schönen Hotel Jamaica Bay Inn in Marina del Rey beziehen wir unsere Zimmer, bevor wir dem Bay entlang spazieren. Der erste Eindruck ist echt toll!

 

Die direkt nebenan liegende Cheesecake Factory ist leider derart überfüllt, dass wir uns für einen Burger und Margaritas im Hotelrestaurant Riverside entscheiden. Die Aussicht ist nicht zu verachten.

 

Nach und nach wird unsere Gruppe grösser, es treffen laufend weitere bekannte Partygäste im Hotel ein. Wir freuen uns über das Wiedersehen und verbringen einen schönen Abend.

Tag 2: Camarillo / Venice Beach


Jet Lag...Ich kann gar nicht anders anfangen.

 

Putzmunter erhasche ich einen ersten Blick auf die Uhr und stelle fest, dass es immerhin schon drei Uhr in der früh ist.

 

Ich bestelle mir heisses Wasser aufs Zimmer und geniesse eine Kanne Tee. Zum Glück habe ich ordentlich Lesestoff und Lernmaterial dabei. 

 

 

Auf der Hotelterrasse schnappen wir uns einen Tisch und lassen uns während dem Frühstück die Morgensonne ins Gesicht scheinen.

 

Nach dem herrlichen Start in den Tag, fahren wir dem Pacific Coast Highway entlang. Mit sagenhafter Aussicht aufs Meer gehts zu den Camarillo Premium Outlets, wir wollen uns mit Kleidern eindecken.


Mit gefülltem Kofferraum fahren wir wieder dem Meer entlang zurück nach Marina del Rey. Es ist der heisseste Tag bisher in diesem Jahr, was für einen Grossauflauf an den Stränden sorgt.


In der Cheesecake Factory, die praktischerweise direkt neben unserem Hotel liegt, gönnen wir uns danach eine verdiente Essenspause. Zu Dritt ist es auch mit dem freien Tisch kein Problem.


Das riesige Stück Cheesecake muss warten, nach der üppigen Mahlzeit bleibt dafür kein Platz mehr.


Heute ist ein Traumtag, strahlende Sonne und 28 Grad locken uns zum Venice Beach. Zu Fuss spazieren wir vom Hotel aus via Venice Pier zum Muscle Beach, wo Kraftprotze ihre Muckis zur Schau stellen. Bunte Shops, Strassenmusiker, Artisten, Marktstände, ein Schauspiel sondergleichen mal wieder hier.


Mittendrin treffen wir tatsächlich zufälligerweise auf unsere Freunde, was eigentlich einer Stecknadel im Heuhaufen gleichzusetzen ist hier.


Der Santa Monica Pier ist schon in Sichtweite, nach einer guten Stunde reiner Gehzeit sind wir angekommen und geniessen einmal mehr einen traumhaften Sonnenuntergang hier am Pier. 


Mit dem Taxi lassen wir uns ins Jamaica Bay Inn fahren, wo wir den Abend alle zusammen in der Hotelbar ausklingen lassen.


Das war ein echt schönes Erlebnis, dem ganzen Strand entlang von Marina del Rey nach Santa Monica zu spazieren.

Tag 3: Beverly Hills, Marina del Rey

Nach dem Frühstück machen wir es uns am sonnigen Bay gemütlich, die lustige Runde vergrössert sich laufend. Später machen wir uns auf den Weg nach Beverly Hills, um unserer Freundin die Luxusmeile von Los Angeles zu zeigen. Auch heute ist es schon am Vormittag heiss und wolkenlos, die Palmenallee wirkt geradezu kitschig. Um hier zu Shoppen, reicht unser Budget natürlich nicht. Am Mittag experimentiere ich, die Wahl fällt auf ein knusprig scharfes Nachos-Steak-Jalapeno-Sandwich.


Auf dem Rückweg nach Marina del Rey stoppen wir im DSW, diese Schukette darf bei keinem USA-Besuch ausgelassen werden. Im Store treffen wir wieder auf unsere Freunde, unglaublich unser Timing in dieser Megacity.

Mein Freund und ich setzen uns nun ab in Richtung Mitsuwa Marketplace. Hier hat die grossartige japanische Kinokunyabuchhandlung eine Zweigstelle. Frisches Sushi und einen grossen japanischen Lebensmittelladen gibt es hier ebenfalls.


Beim Self-Check out im Lebensmittelladen Ralphs lässt mein Vorklient 60USD liegen...ich trage im das Geld hinterher, schliesslich bin ich ja eine very honest Person, wie er mir gleich mehrmals sagt.


Den Nachmittag verbringen wir am Fisherman's Village, wo eine tolle Funkband für ausgelassene Stimmung sorgt.


Seelöwen versuchen bei der Sportfischerei Fische zu ergattern, ein amüsantes Schauspiel. Die Nase erinnert sich sofort ans Pier 39 in San Franciso.

 

Heute Abend steigt die grosse Geburtstagsparty, der eigentliche Hauptgrund unserer Reise.

 

Bei Cocktails und mexikanischem Buffet geniessen wir einen ausgelassenen Abend mit Freunden.

 

Energie- und Ausdauertechnisch kann die Jetlag-geplagte Schweizer Delegation zu späteren Stunden allerdings nicht mehr ganz mit den tanzenden amerikanischen Gästen mithalten ;-).


Müde fallen wir nach dem schönen Fest in die Federn.


Tag 4: West Hollywood

Heute verlassen wir Marina del Rey fürs Erste in Richtung West Hollywood. Time to say Goodbye, letzte Erlebnisse und Reisepläne werden ausgetauscht, bevor jeder nach der tollen gemeinsamen Zeit für sich heim- oder weiterreist.

Wie immer ist in Hollywood das Hollywood B&B unser Domizil. William begrüsst uns und lässt uns das Gepäck deponieren, bevor wir zum Walk of Fame spazieren.


Vom easy L.A.-Vibe ist hier am Hollywood Boulevard so gar nichts zu spüren, Touristen in Scharen und aufdringliche Touranbieter sorgen für Jahrmarktstimmung. Ein bisschen vermisse ich Marina del Rey schon.


Wir machen eine Pause im Hardrock Cafe, was sich leider wie in der letzten Zeit so oft als Flop erweist. Immerhin erhalte ich nach meiner Reklamation mein Essen umsonst und dazu noch ein Shotglas als Geschenk.

Im Hollywood Highland schlendern wir durch die Shops, aber auch hier ist es zu voll. Mein Highlight steht unmittelbar bevor, Off Broadway Shoes! Tatsächlich schaffe ich es sogar hier im heissen Los Angeles Stiefel zu ergattern. Ich glaube, unser Haus braucht demnächst einen Anbau...


Im Guitar Center kauft mein Freund fast noch eine Gitarre dazu, während meine Freundin und ich geschafft auf den Schlagzeughockern warten. Die Luft ist im Moment raus, wir entschliessen uns im B&B eine Pause zu machen.


Einmal mehr treffen wir ohne Absprache genau zeitgleich mit unseren Freunden ein, was uns mittlerweile schon gar nicht mehr überrascht. Lachend setzen wir uns alle in den bunten Garten.


Mit aufgeladenen Batterien fahren wir zum Griffith Observatory. Unglaublich viele Autos haben das selbe vor, im Schneckentempo schleichen wir den Berg hoch. Parkieren ist Wunschdenken, im hintersten Kraut stellen wir den Wagen ab. Die Sicht ist leider nicht optimal, den Sonnenuntergang geniessen wir dann doch noch.


Die letzten Male waren wir immer zum Sonnenaufgang beim Observatory, was für uns eine weitaus bessere Option ist. Einerseits sind frühmorgens so gut wie keine anderen Touristen hier und andererseits ist die Sicht viel besser.



Zum Nachtessen fahren wir nun alle zusammen zum Farmers Market, einem meiner Lieblingsorte in Hollywood.


Die Atmosphäre hier ist sehr angenehm und die Auswahl an Shops und Restaurants gross.



Tag 5: Las Vegas

Zum ersten Mal kann ich fast bis 06.00 schlafen heute und fühle mich total erholt. Zum Abschluss unserer grossartigen gemeinsamen Zeit hier in L.A. geniessen wir alle zusammen das leckere und gesunde Frühstück. Wieder heisst es Abschied nehmen, ab jetzt sind wir noch zu dritt unterwegs.

Unterwegs nach Las Vegas ist es mit dem erholt sein aber bald wieder vorbei, im Auto fühle ich mich wie gewohnt total unruhig und gestresst. Mangels Alternativen heisst es Zähne zusammenbeissen und ausharren.


Direkt nachdem wir uns angesichts der unzähligen Verpflegungsmöglichkeiten einig sind, dass wir hungrig sind, machen sich genau diese ironischerweise rar. Wir fahren und fahren, bis wir schliesslich in Baker die Ausfahrt verpassen und halt in einem Tankstellenshop Beef Jerky kaufen. Naja...da geht noch was.


Im Autoradio läuft passenderweise Don't stop believin', ein Song der den Las Vegas-Aufenthalt 2013 geprägt hat. Vegas, wir kommen!!

 

Wir haben uns wieder fürs MGM entschieden, das Preis-/Leistungsverhältnis ist hier spitze. Die Zimmer sind top, die Lage ebenfalls super.

 

Vegas ist sofort zu 100% da - kaum setzt man den ersten Fuss auf den Strip, ist man dem Wahnsinn hier ausgesetzt. Es gibt kein ankommen...

 

Nach einem ersten Bummel treffen wir uns mit unserer Freundin und schlagen uns im Shake Shack die Bäuche voll. Soo fein! Was hier allerdings fehlt, sind die fetten Eichhörnchen von New York :-).

 

Pappsatt starten wir die Fototour über den Strip und auch beim dritten Besuch hier in Las Vegas ist es immer noch erstaunlich und auf Fotos schwer wiederzugeben, was hier so alles blinkt und glitzert.



Am Carnaval Court beim Harrah's Hotel zieht mich der Song Here I go again an wie ein Magnet, unglaublich, wie gut die Droids! diesen Klassiker performen. Wir schnappen uns einen Margarita und geniessen den Rest des Megakonzerts der Coverband. So cool!




Mit dem Taxi lassen wir uns nun nach Downtwon zur Freemont Street fahren, und auch da gibt es Livekonzerte an jeder Ecke. Die mutigen Zipliner haben mindestens genau so viele Zuschauer.

Good Night Vegas!

Tag 6: Las Vegas / Bryce Canyon

Heute steht ein Highlight bevor, wir haben bei Detours Nevada spontan eine Tour zum Bryce Canyon gebucht.

Nach einem kurzen Stop in Cedar City und am Red Canyon erreichen wir den Sunset Point - und sind überwältigt. Wahnsinn! Wir fahren während 3 Stunden weitere Punkte an, so sehen wir die phänomenale Aussicht auch vom Independent Point, vom Sunrise Point und vom Bryce Point aus. Heute gibt es wesentlich mehr zu sehen als zu lesen :-).


Der Bryce Canyon ist unglaublich eindrücklich. Die Fahrt ist lang, aber es lohnt sich uneingeschränkt.


Mir haben Carl Morck, Assad und Rose im Buch Verheissung von Jussi Adler-Olsen die Reisezeit extrem verkürzt.


Am Abend spazieren wir wieder über den beleuchteten Strip und gönnen uns ein Luxusdinner, im Ruth's Chris Steakhouse schlagen wir uns die Bäuche voll.


Zum Abschluss schauen wir uns den Vulkanausbruch im Mirage an.

Tag 7: Zurück nach Los Angeles...

Auf dem Weg zum Starbucks merke ich, dass jetzt mit Vegas wieder für eine Weile gut ist. So lustig es hier ist, so schnell kann der Trubel auch an die Nerven gehen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist es hier voll. Jetzt freuen wir uns auf die restliche Zeit in Los Angeles.

Die Rückreise wird mühsam, ein Zügelunternehmen hat seine Ladung auf dem Freeway verloren und wir stehen endlos im Stau. Ich erträume mir auf der langen Fahrt mal wieder eine Amtrakverbindung oder noch besser, Shinkansen! Platz gibt es in der Wüste endlos dafür.

Die letzte Nacht verbringen wir wieder im Jamaica Bay Inn, die Anfahrt zum Flughafen ist geradezu ideal und die Gegend superschön. Nach dem Check-In geht's sofort wieder los, wir sind hungrig. Burger, Tex Mex, Fleisch und Chickensalads haben wir langsam gesehen, nach einem leckeren italienischen Essen im Olive Garden pflügen wir die Westfield Culver City-Mall um.


Mastercard macht mir mal wieder das Shoppen schwierig, Las Vegas war wohl zu suspekt - nichts geht mehr, Karte blockiert.

 

 

Ich hole mir in der Cheesecake Factory endlich das erste Stück Cheesecake in diesem Urlaub und geniesse es auf der Zimmerterrasse. Wir lassen den Abend genussvoll mit Margaritas und Cosmopolitan ausklingen.

 

Nach einem Anruf beim Kreditkarteninstitut wird auch meine Karte wieder aktiviert. Die brauche ich schliesslich noch!

Tag 8: Santa Monica - Rückreise

Ein letztes Mal geniessen wir im Riverside bei fabelhafter Aussicht unser Frühstück.


Frühmorgens habe ich schon den Rest des Cheesecakes verdrückt, zum Frühstück bestelle ich mir deshalb bloss noch eine Schüssel Spicy Edamame.


Wir deponieren unser Gepäck und fahren nach Santa Monica. Hier ist es einfach paradiesisch, einer meiner absoluten Lieblingsorte auf der Welt. Alles ist sauber, es liegt direkt am Ocean, die Innenstadt ist gepflegt und weitgehend autolos.


Wir schlendern der 3rd-Street-Promenade entlang und geniessen den letzten Tag in vollen Zügen. Zum Mittagessen gibt es doch noch mal Burger, Umami wollen wir noch ausprobieren, bevor wir zurückfliegen.


Als wir den Wagen zurückbringen müssen wir noch etwas verhandeln. Wir haben ein Navi erwischt, das nicht funktioniert - die ganze Zeit über haben wir uns mit Kartenlesen von A nach B bewegt. Der erste Angestellte schickt uns für einen Refund zum Schalter, wo uns der zweite Angestellte mit 50%off abspeisen will. Das akzeptieren wir nicht, und schon wird das Ganze zur Chefsache.


Schlussendlich bucht der General Manager den vollen Betrag zurück auf die Kreditkarte. Na also, geht doch!


Am Flughafen klappt auch alles reibungslos, pünktlich verlassen wir nach einem letzten leckeren Pinkberry-Eis um 19:30 die USA.


Im Flieger treffen wir auf einen Steward, welcher uns bereits nach Tokyo begleitet hat. Er holt uns Schlafmasken, Ohrstöpsel und sogar Business Class-Kits mit Socken, Zahnbürsten, Bonbons und Lippenpflege. Auch beim Service erhalten wir Sonderbehandlung, so stellt er mir gleich zwei Gin Tonic und mehrere Packungen Salzbrezeln aufs Klapptischchen.

Tag 9: Back in Switzerland

Nach dem Essen finde ich etwas Schlaf, werde aber jäh aus meinen Träumen gerissen. Über dem Meer werden wir unschön heftig durchgeschüttelt. Leider ist es nur der Anfang, die Turbulenzen halten an und mir wird sterbenselend. Ein Flug zum vergessen...so schlecht war mir lange nicht mehr im Flieger. Der arme Steward kann gar nicht verstehen, dass ich nichts vom Frühstück anrühren will - und das wo er doch sogar Extrabrötchem hat für uns. Ich will nur noch landen...


California - LOVE, LOVE, LOVE!


Die Zeit in Kalifornien war einmal mehr absolut grossartig.

Marina del Rey ist eine schöne Ecke um zu wohnen. Man ist nah am Ocean, schnell in Santa Monica, schnell am Flughafen - und dennoch ist es herrlich ruhig. Preislich ist es ebenfalls interessant. Das werden wir wohl wieder so machen.


Zuhause erwartete uns dann die wunderbare blühende Kirschblüte ins unserem Garten als tolles Willkommen. Auch das schöne Wetter haben wir mitgebracht, nun hat auch die Schweiz endlich Sonne und wärmere Temperaturen.