Greisinger Museum Jenins

 

In Jenins oberhalb von Landquart - im Graubünden - findet man seit 2013 ein ganz besonderes Museum. Es beherbergt die Greisinger Collection, die persönliche Sammlung von Bernd Greisinger zum Thema Mittelerde.

 

Das Greisinger Museum ist weltweit das einzige Mittelerde-Museum, man findet Literatur, Kunst und viele Sammlerstücke. Alles wunderbar präsentiert im tollen stilechten Ambiente.

 

Einige Zeit im Voraus haben wir online unsere Tickets für die Führung reserviert, vor allem Zeitfenster an den Wochenenden sind oft begehrt und ausgebucht.

 

Pünktlich um 10:15 öffnet sich die kleine 160kg schwere Hobbittür aus Eichenholz und unsere Führerin Enza holt uns ab.

 

Im Gänsemarsch klettern alle 15 Teilnehmer durch die kleine Tür in die Hobbithöhle.

 

In den toll nachgebauten Hobbithöhlen findet man viele bemerkenswerte Gegenstände, so zum Beispiel an der Decke einen Originalkronleuchter von Tolkien oder ein handgeschriebenes, in rotes Leder gebundenes Exemplar des Roten Buchs der Westmark.

 

Enza weiss mit ihrer lustigen Art und dem charmanten französischen Akzent alle Gruppenmitglieder zu fesseln und für Anekdoten und Erklärungen rund um Mittelerde und Tolkien jegwelcher Art zu begeistern.

 

 

Nun geht es weiter unter die Erde, auf dem Weg nach Moria müssen wir die Türen von Durin passieren.

 

Enza fragt, ob jemand das Passwort weiss? Es weiss es keiner der 15 Teilnehmer, wir haben wohl nicht die Obernerd-Gruppe erwischt ;-). Mellon ist die Lösung, weiter gehts in die Tiefen Morias.

 

 

 

 

Nun wird es wieder heller, wir kommen zu den Toren von Argonath.

 

Enza zaubert aus zwei versteckten Schubladen Originalbesteck aus den Filmen sowie Geldscheine in Ringwährung. Gollum ist 50 Ring Wert, Aragorn nur 5.

 

 

Ansonsten gibt es hier viele alte Bilder zu bestaunen, zum Teil mit erstaunlichen Merkmalen. So hat Legolas auf einem Bild eine Frisur wie ein Bandmitglied vom Wham - Gollum dagegen sieht aus wie die Knusperhexe von Hänsel und Gretel. Die Filme haben schlussendlich sämtlichen Fantasien ein Ende gesetzt.

 

 

Die bemerkenswerte Büchersammlung darf ich leider nicht fotografieren - aber bestaunen: Original signierte Werke sowie Erstausgaben liegen sicher verwahrt in schönen Vitrinen. Amüsant ist die schwedische Fassung des Hobbits, aus dem Hobbit wurde Hompen und aus Bilbo Bimbo. Tolkien war alles andere als erfreut darüber.

 

 

 

 

 

 

 

Vorbei an weiteren Bildern und Sammelfiguren gelangen wir zu einer mystischen Tür, was sich wohl dahinter verbergen mag? Enza macht es spannend, jemand aus der Gruppe soll sie öffnen. Es wartet ein rot beleuchteter Raum mit vielen tollen Sammlerstücken. So zum Beispiel die Statue von Gollum mit Originalunterschrift von Andy Serkis oder eine tolle Nachbildung von Saurons Hand.

Die nächste Geheimtür führt uns zu Baumbart. Leider ist der Raum so dunkel, dass ich keine Fotos machen kann.

 

In einem kleinen Kinosaal warten bequeme Sofas auf uns. Nach rund 2 Stunden ist es nun eine willkommene Abwechslung, für ein paar Minuten zu sitzen. Es wird uns ein Kurzfilm über die Entstehungsgeschichte des Museums gezeigt.

 

Unter dem originalgetreuen Sternenhimmel schaut Smaug auf uns herab.

Die letzte Treppe ist dem Sillmarilium gewidmet, zahlreiche Bilder gibt es hier zu begutachten.

 

Zum Abschluss machen wir es wie die Hobbits, in einem kleinen kneipenähnlichen Raum gibt es Getränke und Knabbereien. Bernd Greisinger persönlich schenkt die Getränke aus und steht für Auskünfte zur Verfügung.

 

Das Museum ist echt einen Besuch wert, Enza hat uns grossartig durch die Räume geführt, es war sehr kurzweilig und spannend.

 

Und wir gehen jetzt heim und schauen nochmal Lord of the Rings...