Davos


Wir nutzen mal wieder das Angebot der Post und kaufen Duo-Tageskarten, um endlich mal Davos aus der Nähe zu sehen. Das Wetter bei uns im Mittelland ist trist, umso mehr freuen wir uns auf den Tagesausflug ins Graubünden.


Im SBB-Zugresturant frühstücken wir gemütlich, während wir langsam das schlechte Wetter hinter uns lassen.


An der Station Davos Wolfgang steigen wir aus der Rhätischen Bahn aus und spazieren durch tiefste Winterlandschaft zu Fuss zum Davosersee.




Das Wetter ist bombastisch, die Sonne einfach nur herrlich und der Weg gut zu gehen.


Wir spazieren also weiter und nach 35 Minuten erreichen wir bereits Davos Dorf. Beim Dorfeingang erblicken wir das berühmt berüchtigte goldene Ei, das Intercontinental Hotel.


Für die Strecke nach Davos Platz nehmen wir den Linienbus.


Während der Fahrt passieren wir die Vaillant Arena, vor 2 Tagen ist hier der 88. Spengler Cup zu Ende gegangen. Noch immer sieht man hier Spuren vom traditionellen Grossanlass.


Nach einem kurzen Rundgang an der Promenade haben wir es hier gesehen, Davos Platz ist momentan vor allem ein Mekka für Wintersportler. In Scharen pilgern Schneebegeisterte zu den Bergstationen während wir uns in den Zug zurück nach Landquart setzen.

Landquart


Via Klosters bringt uns die Rhätische Bahn nach Landquart und damit direkt zum Designer Outlet. Die Nähe zum Bahnhof ist zu verlockend, um direkt weiterzufahren. Wir legen einen Shopping-Zwischenstop ein.


Der Outlet ist überraschen gut, trotzt Schweizer Preisen lässt sich hier tatsächlich das eine oder andere gute Geschäft machen.

Maienfeld - "Heidiland"


Gerademal 3 Zugminuten entfernt liegt Maienfeld, der Heimatort der Romanfigur Heidi.


1974 haben Hayao Miyazaki und Isao Takahata die Geschichte von Johanna Spyri wunderbar animiert, Maienfeld hat effektiv als Vorlage für die detailgerechte Umsetzung gedient. Die 52 Folgen wurden in viele Sprachen übersetzt und in zahlreichen Ländern ausgestrahlt.


Das Dorf lebt immer noch vom Heidi-Tourismus, so gibt es hier das Heidihotel, das Heididorf, den Heidi-Souvenir-Shop und den Heidi-Brunnen.


Schön, dass gerade Animegott Hayao Miyazaki dieses Meisterwerk gelungen ist und er damit direkt einiges dazu beigetragen hat, dass die Japaner die Schweiz so gerne bereisen.


Auf dem Weg nach Sargans schwenkt das Wetter komplett um. Wie es auch Alpöhi Heidi in der Geschichte lernt, dauert es keine 5 Minuten von strahlendem Sonnenschein zu Windböen, Sturm und Schnee. Man erkannt kaum mehr die Bergspitzen im Moment.


Wir verzichten auf eine Weiterfahrt und das geplante Nachtessen in der Schattenburg in Feldkirch und steigen stattdessen in den Zug zurück nach Zürich.


Mit den traumhaften Bildern vom Vormittag im Kopf versinken wir müde in den Zugsitzen. Kurz nach Zürich klart das Wetter zwar nochmal auf, je näher wir aber der Heimat kommen, desto trister und regnerischer wird es.


Weitere Zwischenstationen oder Umwege lassen wir aus, wir freuen uns nun auf einen gemütlichen Abend in der warmen Stube zu Hause.


Das Riesenschnitzel in der Schattenburg holen wir später nach, auf jeden Fall!



Es war ein absolut toller Ausflug, Davos hat sich heute im Winterkleid und mit viel Sonne von der schönsten Seite gezeigt.