Reisebericht Wien August 2010

Tag 1:


Es ist Ende August und die Sommerferien liegen bereits etwas zurück. Ein Tapetenwechsel in Form eines Weekendtrips ist jetzt genau das Richtige. Mit Austrian Airlines fliegen wir früh morgens nach Wien-Schwechat und geniessen dabei einen Blueberry Muffin zum Frühstück. Der City Airport Train bringt uns mitten in die Stadt, welche uns mit strömendem Regen begrüsst. In unserem kleinen Rucksack fand sich natürlich kein Platz für einen Regenschirm, so dass wir jetzt keine andere Wahl haben als Zuflucht im Trockenen zu suchen. Und was bietet sich hier an, natürlich Starbucks! Kurze Zeit später ist das heftige Gewitter vorbei und wir machen uns via Stadtpark auf den Weg zum Stephansdom.

Wir bummeln die Einkaufsstrasse runter und erblicken das Berühmte Café Sacher, verzichten aber auf einen Besuch und entscheiden uns somit gegen die zuckersüsse Torte. Stattdessen begutachten wir die direkt daneben liegende imposante Staatsoper. Unsere Besichtigungstour führt uns weiter durch den Burggarten zur Hofburg und wir geniessen die schöne Anlage eine Weile lang. Wir passieren nun die Spanische Hofreitschule und spazieren via Kohlmarkt/Graben zurück zum Stephansplatz. Zur Mittagszeit treffen wir uns mit meinem ebenfalls in Wien weilenden Cousin zum Sushi-Essen bei Akakiko.

Mit der U-Bahn geht's weiter zur grössten Shoppingstrasse Wiens, der Maria-Hilferstrasse. Gemütlich schlendern wir durch die lange Strasse und kaufen uns Hüte, um für weitere Regengüsse gewappnet zu sein. Wir verabreden uns für später zum Nachtessen und machen uns nun alleine auf den Weg zu unserem Hotel Pakat Suites. Dem Haus des Meeres statten wir aus Zeitgründen keinen Besuch ab, spazieren aber daran vorbei. Die Gegend rund um die Kettenbrücke erinnert an den Viktualienmarkt in München. Unzählige Essens- und Flohmarktstände laden zum verweilen ein und verbreiten eine angenehm fröhliche Stimmung. Nach einer Dreiviertelstunde stehen wir vor unserem Hotel und checken ein. Die Zimmer sind zwar supermodern, aber für 100 Euro pro Nacht sollte auch die Anstellung einer Putzfrau kein Problem bedeuten. Wir ärgern uns, dass wir nicht wie üblicherweise eine Low-Budget-Unterkunft gewählt haben, bisher haben wir nämlich damit immer gute Erfahrungen gemacht. Unsere Ansprüche sind minimal, aber Sauberkeit und ein eigenes Badezimmer sind ein absolutes MUST.

Schloss Belvedere
Schloss Belvedere

Wir machen uns kurz frisch und erkunden nun die Gegend beim Hotel in der Nähe von Schloss Bellevedere. Der Schlossgarten ist wunderschön angelegt, mit dem grossen Brunnen und den hübschen Blumen sieht die Anlage märchenhaft aus.

 

Nach dieser Oase der Ruhe stürzen wir uns wieder ins Getümmel am Stephansplatz. Wir gönnen uns eine heisse Schokolade und einen Cappuccino bei Julius Meinl am Graben und betreiben dazu mit grossem Spass "People Watching". Während wir auf meinen Cousin warten, werden wir von einer traditionellen Tanzgruppe bestens unterhalten.

Jetzt freuen wir uns auf ein Riesenschnitzel bei Figlmüller, werden aber von der langen Warteschlange abgeschreckt. Spontan entscheiden wir uns für das gegenüberliegende ungarische Lokal und werden nicht enttäuscht. Das Essen schmeckt vorzüglich und das Personal ist äusserst zuvorkommend und kompetent. Wir verbringen den Abend gemütlich philosophierend in diesem schicken Restaurant.

 

Auf dem Rückweg zum Hotel entdecken wir den in wechselnden Farben bunt beleuchteten Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz.

Tag 2:


Früh werden wir von der Sonne geweckt, so dass wir bereits um 7.00 das Frühstücksbuffet geniessen. Das kostet zwar nochmal Extra, ist aber sehr lecker und reichhaltig.

 

Auf dem Weg zur U-Bahn Station entdecken wir die Karlskirche und den schönen dazugehörigen Brunnen. Wir schiessen ein paar Fotos und treffen bereits vor 8.00 in Schönbrunn ein.

 

Schloss Schönbrunn
Schloss Schönbrunn

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Im Bezug auf den Besuch in Schönbrunn trifft dieses Sprichwort tatsächlich zu. Wir haben den riesigen Schlossgarten fast für uns und können ungestört unzählige Fotos schiessen. Die Besichtigung nimmt einige Zeit in Anspruch, ist aber sehr lohnenswert. Auf eine Führung ins Schlossinnere und den Zoobesuch verzichten wird. Auf dem Rückweg zur U-Bahn herrscht ein regelrechter Massenauflauf, zum Glück aber in Richtung Schloss.

Obwohl man uns mit Freizeitparks nicht locken kann, entscheiden wir uns für einen Kurzbesuch am Praterstern. Am Sonntagvormittag ist allerdings tote Hose und wir spazieren durch die Parkanlage zum Hundertwasserhaus.

Das spezielle Bauwerk sieht super aus! Es handelt sich um ein Wohnhaus, so dass die Bewohner mit dem ständigen Touristenandrang leben müssen.  Mir wäre das zu anstrengend. Die Shops und Restaurants sind im gleichen Stil erbaut worden und hoffnungslos überfüllt. Wir drängen uns durch, erhaschen einen Blick auf die Architektur und flüchten dann weiter zum Stephansplatz um in den geöffneten Souvenirstores noch Mozartkugeln als Mitbringsel zu kaufen.

Jetzt haben wir Glück, Figlmüller hat einen Tisch für uns und wir teilen uns ein Riesenschnitzel. Satt spazieren wir zum City Airport Train und lassen uns nach einem Superweekend zum Flughafen fahren.