Reisebericht Helsinki, Oslo und Kopenhagen - Juli 2011

Es ist der 22. Juli 2011, der letzte Arbeitstag vor dem Sommerurlaub ist geschafft. Die Freude wird allerdings rasch getrübt, es erreichen uns schreckliche Nachrichten aus Oslo. Ein verübter Terroranschlag auf das Regierungsviertel fordert 7 Tote und einige Verletzte. Nur kurze Zeit später nimmt das Ganze supertragische Ausmasse aus. Der Attentäter richtet auf der Ferieninsel Utøya innert kürzester Zeit ein schreckliches Blutbad an. Gezielt erschiesst er über 60 junge Zeltlagerteilnehmer der Jugendorganisation einer sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Wir verfolgen die News und entscheiden uns schlussendlich dafür, die Reise trotzdem wie geplant durchzuziehen.

 

 

Tag 1: Helsinki

 

Zwei Tage später starten wir unsere Reise in Richtung Helsinki. Die Fluggesellschaft Blue1 befördert uns mit einiger Verspätung in die sonnige Hauptstadt Finnlands. Am Flughafen entwischt uns der Finnair-Bus knapp, so dass wir uns für den Linienbus entscheiden. Nicht unbedingt die beste Entscheidung des Tages...erstens hält er erwartungsgemäss an jeder Ecke und zweitens ist er bis auf den letzten Platz gefüllt. Unser Glück will es, dass es unserem Sitznachbarn nicht gelingt, sein schreiendes Baby während der halbstündigen Fahrt ruhig zu stellen. Zu allem Übel ist auch gleich 18.00 Uhr, so dass wir den kurzen Weg vom Hauptbahnhof zur Hostel Academica mit dem Taxi zurücklegen müssen, um noch rechtzeitig das Zimmer zu ergattern.

Der Check-In verläuft zum Glück problemlos, das Zimmer ist auch ganz OK für den Preis.

 

Da unsere Stimmung noch etwas verbesserungswürdig ist, entscheiden wir uns für einen Welcome-Drink in der Ateljee Bar des Sokos Hotel Torni (oder umgangssprachlich Torni-Bar). Die kühlen Apple-Mojitos lassen uns die Reisestrapazen rasch vergessen und wir geniessen die herrliche Aussicht über Helsinki. 

 

Der Hunger meldet sich auch so langsam und wir machen uns auf die Suche nach einem Lokal für das Abendessen. Wir haben einige Tipps erhalten und wählen für den ersten Abend das Restaurant Zetor aus. Auf der Terasse lassen wir uns das leckere Essen schmecken.

Es ist noch immer taghell, unsere erste Erkundungstour kann also gleich starten. Der Alexandersgatan entlang schlendern wir zum Dom. Dabei entdecken wir einige Flagships-Stores und sind uns bereits nicht mehr so ganz sicher, ob wir in diesem Urlaub tatsächlich ohne Shopping auskommen. Viel Platz lassen unsere kleinen Rucksäcke allerdings nicht...we will see ;-).

 

Der schöne Dom steht mitten in der Stadt und erscheint aus dem Nichts zwischen Boutiquen, Restaurants und Shops.

Etwas planlos schlendern wir durch die Stadt und werden prompt von einem in der Schweiz lebenden Finnen angesprochen. Er hat unsere schweizerdeutsche Unterhaltung gehört und fragt uns, ob er uns mit Tipps behilflich sein kann. Wir diskutieren eine Weile lang mit ihm und verabschieden uns dann dankend via Esplanaden in Richtung Hafen.

 

Die Abendstimmung und der Schiffsverkehr laden zum Verweilen ein.

Auf dem Rückweg entdecken wir die Uspenskin-Kathedrale. In der Abendsonne auf dem Felsen erinnert sie mich an ein Disney-Schloss (obwohl ich bisher noch keins live gesehen habe...). Faszinierend!

 

Nur wenige Schritte weiter finden wir die Rakkauden Silta (Bridge of Love). Leider haben wir davon im Vorfeld nichts gehört oder gelesen, so dass wir jetzt auch kein vorbereites Schloss im Gepäck haben. Etwas enttäuscht ziehen wir weiter allerdings mit der Gewissheit, dass wir uns mit unserem Liebesschloss ja bereits in Köln verewigt haben.

So langsam wird es jetzt auch in Helsinki dunkel. Wir wollen den Sonnenuntergang direkt am Strand mitverfolgen und beeilen uns, um den schönen Sandstrand noch rechtzeitig zu erreichen. Zusammen mit einigen wenigen Leuten geniessen wir das wunderschöne Naturspektakel und die Ruhe.

 

Auf dem Rückweg zur nahegelegenen Hostel decken wir uns im Tankstellenshop mit Getränken und Obst fürs Frühstück ein.

Tag 2: Helsinki

 

Kurz vor 5 Uhr bin ich zum ersten Mal hellwach, die Sonne strahlt mit voller Kraft in unser Zimmer. Aufstehen will ich dann aber doch noch nicht, und tatsächlich gelingt es uns, bis kurz vor 7 Uhr zu schlafen. Gemütlich machen wir uns auf den Weg zum Hafen und begutachten die zahlreichen Obststände. Wir könne nicht widerstehen und kaufen eine Schachtel mit frischen (superteuren) Blaubeeren für unterwegs. Den Vormittag wollen wir auf der kleinen Insel Suomenlinna verbringen.

Mit der Fähre lassen wir uns bei schönstem Wetter zur Seefestung Suomenlinna bringen. Erwartungsvoll beginnen wir unsere Erkundungstour. Wir folgen den Wegweisern zu sämtlichen sehenswerten Punkten und schiessen einige Fotos.

 

Die durch Brücken verbundenen kleinen Inseln werden von rund 900 Personen bewohnt, zudem befindet sich auch die Marineschule des finnischen Militärs da.

Nach dem tollen Vormittag bummeln wir entspannt durch die Einkaufsstrassen. Wir statten dem grossen Kaufhaus Stockmann einen Besuch ab und machen Mittagspause im mexikanischen Restaurant Santa Fe. Das Essen schmeckt köstlich!

 

Ohne Einkaufstüten (ja, wir sind standhaft geblieben) spazieren wir an der Finlandia-Hall vorbei zum Töölönlathi. Der schöne See ist viel kleiner als er auf der Karte aussieht, so finden wir uns rasch auf der Höhe der (erstaunlich hässlichen) Oper wieder. Wir entdecken eine American Bar und gönnen uns ein Cheesecake zum Dessert.

Zu Fuss gehen wir weiter und entdecken kurz darauf das berühmte Sibelius-Monument. Es ist dem finnischen Komponisten Jean Sibelius gewidmet. Das Monument seht im Sibelius-Park in einer schönen Umgebung zwischen typisch finnischen Birken.

 

Zurück in die Stadtmitte fahren wir mit dem Bus. Auch mein Freund versteht jetzt, weshalb ich Converse-Schuhe nicht mag. Seine Füsse schmerzen empfindlich.

 

Wir schlendern durch das Einkaufszentrum Kamppi, suchen aber schnell wieder das Weite. Das Wetter ist einfach zu schön. Also ab in die Torni-Bar! Der Barkeeper erkennt uns auch direkt wieder. Jetzt besuchen wir auch die Toiletten und geniessen selbst auf dem stillen Örtchen den tollen Ausblick über die Stadt. Auf dem Rückweg schaffe ich es tatsächlich, mir im Lift den Arm einzuklemmen :-(.

Während wir uns in der Hostel für unseren Strandbesuch fertig machen ertönt der schrille Feueralarm auf dem Flur. Etwas gar leicht bekleidet schnappe ich den Rucksack, mein Freund nimmt es etwas gemütlicher. Wenige Sekunden später sitzen wir mit den anderen Hostelgästen vor dem Eingang und warten auf Neuigkeiten. Die Feuerwehr rückt an und stellt fest, dass der Aufzug defekt ist und den Alarm ausgelöst hat. Tatsächlich riecht es danach im Flur verbrannt.

 

Doch noch am Strand angekommen, geniesse ich ein erfrischendes Bad im Meer.

 

Nach einer heissen Dusche machen wir uns hungrig auf den Weg zur Sports Academy. Die Karte lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen und wir bestellen mal wieder viel zu viel. Bereits nach dem Salat sind wir beide so satt, dass wir kaum etwas von unseren Burgern schaffen. Aber superlecker wars!

 

Wir lassen die beiden Tage in Helsinki nochmal Revue passieren und verbringen einen gemütlichen Abend in der Rock-Bar Bar Bäkkäri. Lonkero lässt grüssen :-).

Tag 3: Oslo

 

Nach einem gemütlichen Frühstück im Zimmer checken wir bereits wieder aus und machen uns auf den Weg zum Finnair-Bus. Per SMS teilt uns die Norwegian das Abflugsgate mit. Die kurze Wartezeit verbringen wir mit einem Tee und People Watching. Obwohl am Gate zur Boardingzeit weit und breit kein Flugzeug in Sicht ist, starten wir beinahe pünktlich. Innert weniger Minuten wird das Flugzeug ent- und wieder beladen. Wie Easy Jet, nur klappt hier erstaunlicherweise alles bestens.

 

Dass Norwegen teuer wird ist uns bekannt. Trotzdem erleiden wir schon den ersten Schock am Flughafen als wir das Ticket für den Flytoget in die Innenstadt lösen: 170 NOK (also ca. 25 CHF) für eine einfache 20minütige Fahrt! Naja, immerhin kommen wir dafür noch in den Genuss des Bahnersatzbusses und dürfen noch etwas länger fahren für den Preis ;-).

Wir deponieren unser spärliches Gepäck in der Hostel, lösen eine Tageskarte und fahren zum Vigeland Park. Der norwegische Künstler Gustav Vigeland hat den Park als Gesamtkunstwerk erschaffen. Auf einer grossen Fläche reihen sich Skulpturen nackter Menschen aneinander. Ein grosser Brunnen in der Mitte stellt den Zyklus des Lebens dar.

 

Der Park ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Oslos, unseren Geschmack hat er dennoch nicht so ganz getroffen.

 

 

Mit dem Bahnersatzbus (schon wieder) fahren wir weiter zur weltbekannten Skisprungschanze am Holmenkollen. Der Aufstieg zum Gelände ist steil und anstrengend, die Hitze trägt ihr übriges dazu bei. Geschafft erreichen wir die gigantische Schanze und geniessen den Ausblick über Oslo. In einem Simulator erhalten wir die Gelegenheit, vom Holmenkollen zu fliegen und einen Riesenslamon in Beaver Creek zu bestreiten. Ganz nach oben schaffen wir es dann doch nicht. Die Wartezeit für den Aufzug beträgt 90 Minuten, zudem - welch Überraschung - der Preis dafür wäre ziemlich saftig. Da wir beide nicht schwindelfrei sind, fällt es uns nicht schwer, darauf zu verzichten.

Unser nächster Stop führt ins Viking Ship Museum. Wie der Name bereits verrät, kann man alte Vikingerschiffe begutachten. Die drei guterhaltenen Schiffe stammen aus dem 9. Jahrhundert.

 

Zusätzlich sind etliches Zubehör, Verzierungen, Truhen usw. ausgestellt. Das Museum beschränkt sich auf eine Ebene, ist aber durchaus sehenswert.

Mit dem Bus fahren wir zur Anker Hostel und checken ein. Das Zimmer ist schlichtweg katastrophal. In etlichen Reiseführern und Foren ist die Hostel positiv erwähnt, bietet sie doch eine kostengünstige Alternative zu den superteuren Hotels in Oslo. Frustriert trösten wir uns mit dem Gedanken, dass es bloss für eine Nacht ist.

 

Wir bummeln durch die Einkaufsstrassen und stellen rasch fest, dass in Oslo reger Touristenauflauf herrscht. Mein Freund findet endlich neue Schuhe, so dass wir weiterhin Kilometer abspulen können.

 

Auf dem Domplatz präsentiert sich uns ein Blumenmeer aus aktuellem Anlass.

 

 

Mit gemischten Gefühlen spazieren wir weiter und entdecken das Hard Rock Café. Mal wieder ist die Lust grösser als die Vernunft, also lassen wir uns an einen Tisch bringen und freuen uns auf ein leckeres Essen. Der Blick in die Speisekarte lässt den Hunger rasch schwinden, schlussendlich teilen wir uns eine Portion Nachos, bezahlen den teuren Spass und ziehen weiter.

 

Wenige Schritte weiter steht der Königspalast von Norwegen. Ein Pfad aus Rosen führt uns direkt hin.

Den späteren Nachmittag verbringen wir im Viertel Aker Brygge. Als wir den Hafen erreichen, starten gerade unzählige Motorräder zu einer Parade zum Gedenken der Opfer. Ein beeindruckendes Schauspiel.

 

Wir geniessen das schöne Wetter und spazieren der schönen Promenade entlang durch die Hafengegend.

Später unternehmen wir einen Abendspazierung durch die Innenstadt und passieren dabei das arg gebeutelte Regierungsviertel.

 

In der Plaza Bar wollen wir uns einen Schlummertrunk genehmigen, werden aber nicht bedient. Also nutzen wir die Gelegenheit, um einige Fotos zu schiessen und beeilen uns dann, um rechtzeitig vor dem aufziehenden Gewitter in der Hostel zu sein.

Tag 4: Oslo

 

Frühmorgens checken wir aus und deponieren unsere Rucksäcke in einem Schliessfach im Hauptbahnhof. Nach einem kurzen Spaziergang beschliessen wir, uns die Oper anzusehen. Die Gegend ist um diese Uhrzeit noch menschenleer, also trödeln wir rum und geniessen den Blick auf das Wasser. Nach einiger Zeit gehen wir auf dem Operndach auf die andere Seite und stellen rasch fest, dass auf dieser Aussichtsseite wesentlich mehr Action herrscht. Wir sehen unzählige Polizeiautos und -beamte, Absperrbänder, Ambulanz...Wir werden informiert, dass der Hauptbahnhof gesperrt wurde aufgrund eines verdächtigen Gepäckstücks. Kurz darauf zum Glück Entwarnung. Unsere Rucksäcke waren es auf jeden Fall nicht ;-).

Nach einem superteuren Bagel und einem leckeren Chai starten wir in Richtung Akershus Festning. Wir schauen uns die alte Festung an und stellen fest, dass diese recht überschaubar ist.

 

Bereits kurze Zeit später bummeln wir wieder durch die Innenstadt. Das Mittagessen gönnen wir uns im T.G.I. Fridays, dank des Lunchpreises ist es sogar bezahlbar.

 

Das Wetter ist inzwischen wieder herrlich, so dass wir uns im Park des naheliegenden Königsschlosses auf der Wiese hinlegen und den Urlaub geniessen.

Den Nachmittag verbringen wir im schönen Hafenviertel. Das tolle Wetter lockt wagemutige Artisten auf die Seile und zieht unzählige Touristen an. Wir amüsieren uns bestens.

 

Am frühen Abend heisst es dann auch bereits wieder Bahnersatzbusfahren, nämlich zum Flughafen. Mein (teures!) Ticket funktioniert nicht, ein Beamter muss mich aus dem Flytoget-Terminal befreien. Die Norwegian fliegt uns nach Kopenhagen und macht den Flug dank WIFI on Board zu einem speziellen Ereigniss.

Gegen 20.00 erreichen wir das Bonvie B&B und sind positiv überrascht. Das Zimmer ist schön, das Bett sieht ebenfalls ganz ordentlich aus. Die schrullige Vermieterin klärt uns detailreich über sämtliche Schikanen des Zimmers auf und versorgt uns mit Stadtplänen. Sie schickt uns direkt los zum Nyhavn, wir sind hungrig und freuen uns auf ein Nachtessen. Leider herrscht da um diese Zeit Hochbetrieb und wir finden keinen freien Platz. Ein Hot Dog tut's auch.

Tag 5: Kopenhagen

 

Unser Zimmer liegt an der Haupteinkaufsstrasse der Stadt, der Strøget. Trotzt der superzentralen Lage schlafen wir herrlich, vom Stadtlärm vernehmen wir nichts. Munter starten wir unsere Besichtigungstour mit der Sehenswürdigkeit Nr. 1, der Meerjungfrau. Eine asiatische Reisegruppe hat bereits frühmorgens die gleiche Idee, es ist Geduld gefragt bis jedes Mitglied sein Erinnerungsfoto mit der Dame im Kasten hat.

 

Wir besichtigen die St. Albans-Church und den Gefion-Brunnen, bevor wir in einem kleinen Café lecker frühstücken.

Gestärkt fahren wir mit der U-Bahn nach Christianshavn und geniessen den tollen Spaziergang dem mit Booten gesäumten Kanalsystem entlang. Das Bild erinnert stark an Amsterdam mit den Grachten. Die Karte zeigt uns einen schönen Spazierweg am Wasser, welcher sich allerdings eher als Notschlafstelle entpuppt. Schnellen Schrittes marschieren wir durch die suspekte Gegend und finden uns schliesslich in der alternativen Freistadt Christiania wieder.

Jetzt ist das schöne Schloss Rosenborg an der Reihe. Wir schauen uns die zu einem Museum umfunktionierte ehemalige königliche Residenz und die zugehörigen Gärten an. Die dänischen Kronjuwelen werden hier gelagert.

 

Wenige Gehminuten entfernt steht das Schloss Amalienborg, die aktuelle königliche Residenz. Diese ist nicht annähernd so schön, dafür umso grösser. Zur Mittagszeit wollen wir Changing of the Guard sehen, kriegen aber bis auf zahlreiche Hinterköpfe von Touristen nichts von dem Spektakel mit.

 

Wir sind hungrig und ergattern jetzt am Nyhavn sogar einen Platz.

Den Nachmittag wollen wir in den grossen Shoppingstrassen Kopenhagens verbringen. Wir schlendern von Shop zu Shop und - es könnte ja fast nicht anders sein - die perfekten Cowboy-Boots warten auf mich! Ich kann nicht anders, die Stiefel kommen mit.

 

Mitten in der Innenstadt befindet sich der runde Turm mit seiner Aussichtsplattform. Wir nehmen den Aufstieg auf uns und geniessen dafür einen tollen Rundblick über Kopenhagen.

 

Nach einem erfrischenden Smoothie kümmern wir uns im B&B um die Gepäckfrage. Mein Rucksack ist nun zwar zu 75% mit Stiefeln ausgefüllt, aber tatsächlich passt auch der spärliche Rest noch irgenwie. Wir ruhen uns etwas aus und beschliessen, den Abend im Tivoli zu verbringen.

Trotz bezahltem Eintrittspreis ist eigentlich nichts umsonst im Tivoli. Sämtliche Bahnen und Shows kosten nochmal Extraeintritt, so dass wir uns etwas zurückhalten. Wir spazieren dem See entlang und beschliessen, ein schönes Lokal für das Nachtessen zu suchen. Wir werden fündig mit dem Japanske Tarn. Ein japanisches Buffet der Sonderklasse, was wollen wir mehr :-). Gute zwei Stunden lang schlemmen wir uns durch Sushi, Edamame, Yakitori, Obst und vieles mehr. Das Paradies für uns beide!

 

Nach Einbruch der Dunkelheit leuchtet das Tivoli zwar in allen Farben, auf die angekündigte Beleuchtung des Sees warten wir allerdings umsonst.

Tag 6: Kopenhagen

 

Der letzte Tag unserer kleinen Skandinavien-Rundreise ist angebrochen. Wir bleiben etwas länger liegen und verstauen schliesslich noch die letzten Kleinigkeiten im Rucksack. Check-Out ist 12.00, wir haben noch locker Zeit, vorher einen Stadtbummel zu unternehmen. Zuerst geniessen wir ein leckeres Frühstück in einem Café und gönnen uns zur Nachspeise einen ofenwarmen Muffin in einer Bäckerei. Lustig ist da das System - wie wir es von der Post oder vom Swisscom-Shop kennen, muss man hier eine Nummer ziehen.

Gemütlich schlendern wir noch ein letzes Mal zum Nyhavn und schauen den Booten zu. Jetzt schlägst auch gleich 10.00, die Shops öffnen so langsam ihre Tore. Die letzten zwei Stunden verbringen wir noch shoppend, allerdings ohne etwas zu kaufen.

 

Zur Mittagszeit holen wir unsere Rucksäcke im B&B ab und machen uns auf den Weg zum Flughafen. Wir haben es eigentlich schon gar nicht mehr erwartet, tatsächlich entdecken wir da ein Starbucks! Nach zwei Frappuccinos suchen wir erfrischt unser Abflugsgate und lassen uns von Easy Jet nach Hause fliegen.