Reisebericht Rom 27. bis 29. Dezember 2012

Da mein Freund und ich in diesem Jahr uns die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr freinehmen können, wollen wir diese möglichst sinnvoll einsetzen. Silvester in New York wird zum Thema, allerdings nach einer langen Pro und Contraliste wieder verworfen. Das Spezialangebot der Swiss hilft uns bei der Entscheidung, wir buchen Flüge nach Rom.

 

Rom ist die Lieblingstadt der Cousine meiner Mutter, sie fährt mehrmals in Jahr hin und kennt sich bestens aus. Mit grosser Begeisterung und Einsatz stellt Sie uns derart umfassende Reiseunterlagen zusammen, dass unser Zeitaufwand für die Planung minimal ist. Ich bin perplex als ich die Datei öffne, unsere Verwandtschaft ist definitiv nicht zu übersehen. Die Darstellung, die Inhalte, die Details - ich sehe darin genau meine Denkweise und Handschrift. An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön!

 

 

Blick aus dem Zimmerfenster
Blick aus dem Zimmerfenster

Tag 1: Spaziergang durch Innenstadt Petersplatz - Engelsbrücke - Piazza Navona - Pantheon - Fonta die Trevi - Spanische Treppe

 

Am 27. Dezember ist es schliesslich soweit, um die Mittagszeit verlassen wir die trübe Schweiz und landen kurz nach eins auf dem Flughafen Fuimicino. Wir sind einige Minuten zu früh und müssen im Flugzeug warten, bis die Ausstiegserlaubnis erteilt wird. Als wäre dies zeitlich abgestimmt gewesen, erwischen wir auf die letzte Minute den Leonardo Express in die Innenstadt. Der Schnellzug fährt ohne Halt bis zum Hauptbahnhof Termini, er braucht dafür ca. 30 Minuten. Ab hier verkehren die beiden Metrolinien A und B in die verschiedenen Stadtteile. Wir stellen uns in die Schlange vor die Ticketautomaten, 2 von 4 Geräten sind ausser Betrieb. In Japan sind wir nicht, die Italiener und Touristen drängeln und stellen sich kreuz und quer an, ein System ist nicht erkennbar. Schliesslich ergattern wir unsere Tickets und fahren sechs Stationen bis Ottaviano "San Pietro". Mit der erhaltenen Beschreibung finden wir den Weg zu unserer Unterkunft ganz leicht, nur stehen wir da vor verschlossenen Türen. Das Bed&Breakfast a view of Rome wird von drei jungen Herren geführt, die Rezeption ist allerdings nicht ganztägig besetzt.

Im Vorfeld habe ich unsere ungefähre Ankunftszeit angegeben, eigentlich sollte also jemand hier auf uns warten. Ein kurzer Anruf klärt das Missverständnis auf, Filippo wartet unten am Eingang auf uns, wir stehen im 6. Stock vor der Eingangstür. Mit dem antiken Fahrstuhl fährt er zu uns hoch und heisst uns herzlich Willkommen in den Räumlichkeiten des B&B. Er setzt sich mit uns an einen kleinen Tisch und informiert uns ausführlich über die Sehenswürdigkeiten und deren Lage auf dem Stadtplan. Für den heutigen Nachmittag empfiehlt er uns einen Spaziergang durch die Innenstadt, mit gelber Farbe markiert er die Route auf dem Plan. Lustigerweise deckt sich diese praktisch mit unseren Plänen für heute. Er zeigt uns unser Zimmer und erklärt uns gestenreich sämtliche Schikanen der technischen Geräte. Die bedingungslose Empfehlung und die hervorragenden Bewertungen auf Tripadvisor haben nicht zu viel versprochen: Die Unterkunft ist richtig toll! Ein Highlight ist die Aussicht aus dem Zimmerfenster, der Blick auf die Kuppel vom Petersdom.

Nun starten wir unsere erste Besichtigungstour. Den Gemäuern des Vatikanstaats entlang schliessen wir uns den immensen Menschenmassen an und gehen in Richtung Petersplatz. Auf der kurzen Strecke gönnen wir uns ein erstes Pizzastück auf die Hand und versuchen, uns einen Weg vorbei an zahlreichen Strassenhändlern zu bahnen. Nun stehen wir also da, auf dem bekannten Petersplatz, zusammen mit unzähligen Touristen. Ein kurzer Blick genügt vorerst, wir spazieren direkt weiter zur Engelsbrücke und Engelsburg. Die 10 von Bernini erschaffenen Engel auf der Brücke tragen alle Gegenstände die mit der Kreuzigung in Verbindung gebracht werden. Von der Brücke aus bietet sich ein schöner Blick auf den Petersdom.

Unsere Route führt uns durch kleine Gässchen über Pflastersteinböden mit tiefen Furchen bis zur Piazza Navona. Im Moment findet hier ein grosser Markt statt, so dass man vom Platz nicht viel sieht. Den grossen Vierströmebrunnen (Fontana dei Fiumi) in der Mitte erkennt man aber unschwer am grossen Obelisken, die 4 Figuren symbolisieren die Ströme Nil, Ganges, Donau und Rio del Plate.

 

Auf der autofreien Piazza findet man ausserdem die grosse Kirche Sant Agnese von Borromini sowie zwei weitere Brunnen, den Fontana del Moro sowie den Neptunbrunnen. Abends sorgen Strassenmusiker und Artisten für Unterhaltung für die Besucher der zahlreichen Restaurants und Cafés.

 

 

Wenige Gehminuten entfernt befindet sich eine weitere grosse Sehenswürdigkeit, das Pantheon. Das Bauwerk mit der riesigen Kuppel gilt als das best erhaltenste der römischen Antike. Heute wird das architektonisch interessante Gebäude als katholische Kirche genutzt.

 

Der Eintritt ist frei, dementsprechend voll ist es im Innern des Gebäudes. Über Lautsprecher werden die Besucher immer wieder - erfolglos - zu Ruhe und Respekt aufgefordert. Blitzlichtgewitter und Gedränge lassen uns schnell weiterziehen.

Jetzt wollen wir uns einen der bekanntesten Brunnen der Welt ansehen, unsere Route bringt uns direkt zum riesigen Trevibrunnen. Auch hier - es gibt praktisch kein Durchkommen. Dank seinen gigantischen Massen (50m breit, 26m hoch) bleibt aber niemandem ein Blick verwehrt. Ein brauchbares Foto zu schiessen ist allerdings ein anderes Thema. Filippo hat uns aber bereits vorgewarnt und uns Mitternacht als beste Besuchszeit angegeben.

 

Jetzt brauchen wir eine Pause - ein kleines Café preist den besten Cappuccino der Stadt an. Wir setzen uns draussen an einen kleinen Tisch und schauen dem Treiben zu.

Die letzte Attraktion für heute bildet die spanische Treppe. Hier gilt sehen und gesehen werden. Schick zurechtgemacht bevölkern Einheimische und Touristen die berühmte Treppe. Die Via dei Condotti ist die teuerste Strasse Roms, hier tummeln sich Shops der Designergrössen Valentino, Armani, Bulgari usw.

 

Filippo hat uns ein Lokal fürs Nachtessen empfohlen, natürlich wollen wir vom Wissen der Einheimischen profitieren und suchen das kleine Ristorante da Vito e Dina. Wir wählen Foccacia, Insalate Caprese und Rigatoni a l'Amatriciana - göttlich! Stolz präsentiert uns Vito einen Artikel aus der Los Angeles Times, sein Lokal wurde lobenswert erwähnt, zu recht wie wir finden.

 

Zürück im B&B geniessen wir den tollen Ausblick und erholen uns vom ersten Tag in Rom. Der erste Eindruck ist noch etwas bescheiden, gar hoch waren die Erwartungen aufgrund vieler Erzählungen. Da spricht jetzt die Schweizerin in mir - einen Preis für Ordnung und Sauberkeit wird Rom nicht gewinnen.

 

Tag 2: Kolosseum - Forum Romano - Vittorio Emanuele II - Circus Maximus - Bocca della Verità - Trastevere - Vatikan - Petersdom - Fontana di Tritone

 

Pünktlich um 7.30 erscheint Livio mit verschiedenen frischen Croissants im B&B. Auch er begrüsst uns äusserst herzlich und verwöhnt uns mit seinen kulinarischen Künsten am frühen Morgen. Er gibt uns noch einige Tips für den heutigen Tag und bereits kurz nach 8.00 sitzen wir im Bus Nr. 81 in Richtung Kolosseum. Fahrpläne sind hier eher Zierde, der Busfahrer raucht gemütlich seine Zigarette zu Ende, lässt den Motor einige Minuten warmlaufen und fährt dann los, wenn ihm danach ist. Die Fahrt ist wesentlich kürzer als wir erwartet haben, hätten wir nicht im letzten Moment das grosse Denkmal von Vittorio Emanuele II entdeckt, wäre der Bus mit uns an der Piazza Venezia vorbeigefahren.

Die Tickets für das Kolosseum haben wir bereits im Vorfeld online reserviert, angeblich gibt es hier üblicherweise Wartezeiten von 2h. Um 08.30 ist die Schlange noch recht überschaubar, ausser einigen asiatische Reisegruppen ist wohl noch keiner wach. Am Onlineschalter sind wir an 2. Stelle, eine Wartezeit gibt es hier für uns nur deshalb, weil es die Angestellen nicht ganz so genau nehmen mit der Einlasszeit. Wir erkunden das noch fast leere antike Amphitheater bei bestem Wetter.

 

Im Eintrittsticket inbegriffen sind auch der Palatin und das Forum Romanum. Livio erklärt uns, dass man die Kolosseum-Warteschlange auch umgehen kann, indem man das Ticket am Schalter des Forum Romanum kauft.

Er hat recht, hier steht kein Mensch. Wir passieren den Konstantinsbogen und wählen den Eingang beim Palatin. In Richtung Forum Romanum pilgern wir über Stock und Stein vorbei an den Überresten der Tempel und anderen Bauwerken.

 

Hier gelange ich jetzt an die Grenzen, meine Fussverletzung ist noch zu frisch, auf diesem Untergrund kann ich äusserst schlecht gehen und die Belastung für die angerissenen Bänder ist zu gross. Ich lasse meinen Freund die Anlage erkunden und lasse mich auf gehfreundlicheren Pfaden vom Sonnenschein berieseln.

Jetzt wollen wir den Ausblick von Rom geniessen, das Vittorio Emanuele II-Denkmal verfügt über einen Panorama-Fahrstuhl. Wir zahlen die 7EUR Eintritt und lassen uns im transparenten Fahrstuhl aufs Dach fahren. Mir ist etwas mulmig, so richtig traue ich mich nicht zum Geländer hin.

 

Das Panorama ist toll, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Vor allem wenn solch perfekte Wetterverhältnisse herrschen wie heute.

 

 

Südlich vom Forum Romanum befindet sich der Circus Maximus. Die gigantische Arena war das grösste Veranstaltungsgebäude aller Zeiten, in der Spätantike fanden hier 385'000 Personen Platz! Unvorstellbar riesig - die Überreste lassen die Dimensionen ganz und gar nicht erahnen. Hier fanden religiöse Veranstaltungen, Wagenrennen oder Gladiatorenkämpfe statt, später auch athletische Wettkämpfe.

 

Das Areal wir heute für Grossveranstaltungen genutzt, so spielte die Musikgruppe Genesis 2007 hier vor 500'000 Fans. Auch die italienische Ausgabe von Live 8 wurde hier ausgetragen.

Am Ende des Cirus Maximus steht die Kirche Santa Maria in Cosmedin, hier befindet sich die Sehenswürdigkeit Bocca della Verità (Mund der Wahrheit). Wer mutig ist, streckt der Marmorscheibe die Hand in den Mund - wer gelogen hat steht nachher ohne Hand da. Eine grosse Warteschlange, mehrheitlich wieder japanische Reisegruppen, will das Experiment wagen. Wir stellen uns nicht an.

 

In Tokyo sind wir auf ein Remake dieser Sehenswürdigkeit gestossen, ich habe sie damals nämlich fotografiert und nun wiedererkannt. Was es genau ist, ist nicht mit Sicherheit geklärt. Vermutungen zufolge ist es ein alter Kanaldeckel.

Wir überqueren die Ponte Palatino zum Trastevere-Viertel. Enge Gassen, Balkone mit schönen Dekorationen, Wäscheleinen über die Strassen, Fahrrädern angelehnt an Hausmauern - wie eine romantische Filmkulisse präsentiert sich das volkstümliche Viertel von Rom.

 

Zahlreiche Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein, leider sind wir zum Mittagessen noch etwas früh unterwegs. Wir spazieren durch die Gassen und lassen die Eindrücke auf uns wirken.

 

Der Bus 23 bringt uns zurück zur Engelsbrücke, wir wollen uns in dieser Region ein Lokal für das Mittagessen suchen. Lautstark buhlen die Wirte um Kundschaft, wir entscheiden uns für ein gut gefülltes Restaurant ohne Schreihals vor den Pforten. Die Cannelloni sind eher durchschnittlich, die Pizza und die Antipasti hingegen sehr lecker.

 

 

Für 14.00 haben wir Tickets reserviert für das vatikanische Museum. Auch hier wurden uns kilometerlange Schlangen prophezeit und tatsächlich, um mehrere Blocks stehen die Besucher an. Wir brauchen dank dem Online-Schalter knappe 10 Minuten - dann stehen wir bereits im ersten Raum des Museums. Wer um himmelswillen stellt sich mehrere Stunden an um ein Museum zu besuchen wenn es auch anders geht?!? Selbst vor Ort werden noch Skip the Line-Tickets angeboten, keiner greift zu. Für mich unverständlich - aber jeder wie er meint.

 

Ohne grosse Erwartungen starten wir den Rundgang und werden total überrascht, eine unglaubliche Fülle an prunkvollen Sammlungen, Mosaiken, Deckenverzierungen und Galerien erwarten uns - das reinste Paradies für Kunst- und Geschichtsinteressierte. Das Museum ist echt beeindruckend, absolut empfehlenswert.

Schweizer Garde
Schweizer Garde

Livio hat uns einen weiteren Trick verraten um Wartezeiten zu vermeiden, wir sollen uns in der sixtinischen Kapelle an die Fersen einer Reisegruppe heften um direkt in den Petersdom zu gelangen. So richtig gelingt uns das nicht - wir erwischen den falschen Ausgang. Eigentlich passt es aber ganz gut, der Nachmittag ist fast rum und ich brauche dringend eine Pause, mein Fuss hat genug Treppen gesehen für den Moment. In unserem schönen Zimmer machen wir uns lang und geniessen einen Tee bevor es weiter geht zum Petersdom.

Vor der Sicherheitskontrolle am Eingang des Petersdoms ist wieder eine beträchtliche Warteschlange, nun nutzen wir den Trick von Livio und mischen uns weit vorne unter eine Reisegruppe. Es klappt tatsächlich, ohne grosse Wartezeit können wir den Dom betreten. Wir sind keine Kirchenfans, trotzdem entfährt uns beiden fast zeitgleich beim Betreten ein "wow". Unglaublich riesige Hallen gilt es zu erkunden, die Grösse ist kaum zu beschreiben. Die religiösen Gegenstände können wir allerdings nicht deuten, unsere Welt ist das nicht.

Trotzdem ist ein Besuch des prunkvollen Doms auch für alle Nichtkatholiken und Atheisten zum empfehlen. Hoch auf die Kuppel und den Ausblick geniessen, das wollen wir jetzt machen. Bereits am Eingang ist für mich aber Schluss, selbst mit dem Fahrstuhl gilt es noch über 300 Stufen zu bezwingen.

 

Zur Abwechslung darf es zum Nachtessen American Food im Hardrock Café sein, nur haben wir leider die Adresse nicht aufgeschrieben. Mit dem Bus wollen wir ins Stadtzentrum fahren und uns da durchfragen. Zufälligerweise finden wir auf dem Weg zum Bus eine grosse Werbeanzeige mit der Adresse und Angabe der U-Bahn-Station. Perfekt!

Leider ist der Tritonenbrunnen eingekleidet, auf dem Weg zum Restaurant können wir leider keinen Blick erhaschen. Wir geniessen das Essen und freuen uns darüber, dass wir einen Song wünschen dürfen.

 

Zurück im B&B lassen wir den Tag Revue passieren, heute hat sich Rom von der besten Seite gezeigt. Die vielen eindrücklichen Sehenswürdigkeiten, die wir heute besucht haben, sind definitiv eine Romreise wert!

Blick aus dem Fenster unseres B&B
Blick aus dem Fenster unseres B&B

Tag 3: Ostia Antica und Lido di Ostia

 

Unseren letzten Tag lassen wir ruhig angehen. Selbst mit meiner eingeschränkten Mobilität und dem gemächlichen Tempo haben wir alles gesehen was wir uns vorgenommen haben - der letzte Tag bleibt reserviert für einen Besuch in Ostia Antica und den Nachmittag am Strand.

 

Heute sind wir nicht die ersten am Frühstückstisch, obwohl erst ab 7.30 serviert wird, sitzt bereits ein asiatisches Pärchen in der Küche. Jetzt lernen wir den dritten im Bunde kennen, heute verköstigt uns Daniele. Livio hat ihn über unsere Vorlieben orientiert, so erhalten wir heute Croissants mit weisser Schokolade und Cream-Füllung.

Wir starten den Tag bereits mit kulinarischen Sünden und unterhalten uns ausgiebig mit Daniele. Er ist ebenfalls viel unterwegs, wir verstehen uns blendend. Schliesslich holen wir unseren Rucksack, verabschieden uns dankend von Daniele und fahren mit der Metro bis zur Station Piramide. Hier steigen wir um in die Roma-Lido-Bahn, welche uns direkt nach Ostia Antica bringt. Die ganze Strecke liegt im Verbundsgebiet der ATAC, für günstige EUR 1.50 fahren wir die weite Strecke.

 

Der Eintrittspreis ist mit EUR 6.50 moderat, es gibt hier unglaublich viele alte Ruinen der alten Hafenstadt Ostia zu besichtigen.

Das Wetter ist weiterhin bombastisch, den Nachmittag wollen wir am Strand, am Lido Ostia verbringen. Wir fahren zwei weitere Stationen mit der Bahn und suchen uns ein schönes Lokal für die Mittagspause. Auf der Terrasse mit Blick aufs Meer lassen wir uns für die nächsten 2 Stunden nieder. Selbstverständlich schlemmen wir uns nochmal durch die Karte, Antipasti, Pizza, Tagliatelle - das volle Programm. Bei dieser Aussicht und direkter Sonneneinstrahlung sei den Kellnern auch verziehen, dass wir unser Essen gestaffelt erhalten.

Der kleine Pier lässt grosse Vorfreude aufkommen, bald geht es wieder nach Kalifornien - Santa Monica, wir kommen :-).

 

Auch hier versuchen Strassenhändler die wildesten Dinge loszuwerden. Ich kaufe mir - um den Italienurlaub noch zu vollenden - lieber eine Kugel Eis in der Gelateria. Lecker! So warm ist es dann allerdings doch nicht, kurz nach dem Verzehr sehne ich mich nach Handschuhen und Uggs.

 

Unsere letzte Mission hier heisst nun, den Weg zum Flughafen zu finden. Wir befinden uns in unmittelbarer Nähe, eine Taxifahrt dauert 15 Minuten und würde uns EUR 25 kosten.

Im Vorfeld haben wir keine brauchbaren Informationen zu einem allfälligen Flughafenbus gefunden. Wir haben genügend Zeit und fragen uns hartnäckig durch. Schliesslich informiert uns ein netter Herr darüber, dass eine Buslinie namens Cotral direkt zum Flughafen führt - Tickets seien am Kiosk erhältlich. Für EUR 1.30 pro Person kaufen wir Fahrscheine und stellen uns vor die Bar, welche der Herr uns als Abfahrtsort genannt hat. Weder Fahr-, Linienpläne oder Abfahrtstafeln weisen darauf hin, dass hier ein Bus vorfährt. Und tatsächlich, nach ca. 15 Minuten erscheint ein blauer Bus, angeschrieben mit Aeroporto und fährt uns in knapp 20 Minuten direkt zum Abflugsterminal. Die gesparten 20 EUR für die Taxifahrt nutzen wir später um uns ein letztes Mal kulinarisch verwöhnen zu lassen. Müde aber mit ganz viel Sonne im Speicher fliegen wir zurück in die kalte Schweiz.

Fazit: Rom hat enorm viele eindrückliche Sehenswürdigkeiten zu bieten, die man einmal gesehen haben sollte.

 

Meine Tops:

- A view of Rome B&B, uneingeschränkt empfehlenswert!

- Kolosseum

- Trastevere-Viertel

- vatikanisches Museum

- Ostia Antica und Lido

- Wetter: Sonne, Sonne, Sonne, besser gehts nicht!

- Essen

 

Flops:

- Sauberkeit

- Instandhaltung der Infrastrukturen (Strassen, Fahrstühle, Rolltreppen)