Reisebericht Tagesausflug Paris - Februar 2015



Während den Weihnachtstagen ist mein Fernweh mal wieder unendlich gross, stundenlang suche ich nach zahlbaren Angeboten für die paar Tage nach Silvester und bin dabei auf ein Sonderangebot von TGVLyria gestossen, allerdings für Februar.


Nach den Anschlägen ist mir etwas unwohl, alleine nach Paris zu fahren, ein Umtausch ist aufgrund des Spezialpreises aber nicht möglich. Also packe ich den Cityflip, Japanischvokabluar und meinen IPod in meine Tasche und ziehe bei eisiger Kälte ohne grossen Plan los.


In Basel kaufe ich spontan das passende Buch "Die Tage in Paris" von Jojo Moyes, lehne mich zurück und geniesse die dreistündige Fahrt im TGV.



Vor dem Mittag treffe ich am Gare de Lyon ein und spaziere direkt los. Ich erfreue mich am Wetter, Sonnenschein, blauer Himmel und nur wenig Wind sind für mich nach den eisigen Tagen in der Schweiz ein Highlight!


Durch die schmalen Gassen der Ile Saint-Louis schlendere ich zur Ile de la Cité. Mein Ziel ist es, das Dach der Kathedrale Notre Dame zu erklimmen. Die Wetterverhältnisse sind heute im Gegensatz zu all den früheren Besuchen optimal dafür.


Um die wunderbaren Gargoyles aus nächster Nähe zu Gesicht zu bekommen, gilt es die Türme zu Fuss zu erklimmen.


437 Treppenstufen später hat sich die Anstregung ausbezahlt, der Blick über Paris ist phänomenal und die Gargoyles sind einfach nur der Wahnsinn! Super!!!


Ich liebe diese Kreaturen so sehr, zu Hause bewachen unzählige Gargoyles und Drachen unseren Garten.


Total happy und mit wackeligen Beinen spaziere ich weiter der Seine entlang via Pont Neuf zum Louvre.


Wie immer herrscht reger Betrieb beim Musée du Louvre, alle wollen einen Blick auf Mona Lisa erhaschen. Ich war seit vielen Jahren nicht mehr im Museum drin, auch heute nicht, das Wetter ist zu wunderbar.


Im Jardin des Tuileries steht der Frühling schon fast vor der Tür, die beiden grossen Bassins sind von grünen Liegestühlen umringt.


Von Schnee ist hier weit und breit nichts mehr zu sehen, da will der Glühweinstand nicht so richtig ins Bild passen.



Am Place de la Concorde bin ich unschlüssig, wie ich weiter will. Ich stelle mich vor den Obelisque von Luxor und studiere den Cityflip nach möglichen Routen. Es ist 13.30 Uhr, seit zweit Stunden bin ich nun also quer durch Paris unterwegs. Zeitlich ist noch einiges drin...Eiffelturm? Arc de Triomphe? Sacre Coeur?


Ich entscheide mich gegen den Eiffelturm, aber für den Cours de la Reine, um so noch zumindest einen guten Blick darauf zu erhaschen. Dabei passiere ich die weisse kitschige Pont Alexandre III mit den goldenen Engeln.


Beim Grand Palais biege ich ab in Richtung Champs-Elysées, um auf der berühmten Strasse in Richtung Arc de Triomphe zum bummeln.




Nach fast 10km Fussmarsch wähle ich für das nächste Ziel die Metro. Paris erscheint mir mit jedem Besuch kleiner und kompakter, bei guten Wetter sind die Füsse hier das beste Fortbewegungsmittel. Bis zur Sacre Coeur wären es aber weitere 3.5km, dazwischen nicht viel Sehenswertes, also fahre ich bis Blanche.


Vom Moulin Rouge aus gehe ich die Sexmeile entlang via Pigalle bis zur Sacre Coeur. So schön ich diese Kirche finde, so wenig gefällt mir hier die Umgebung.



Plötzlich merke ich, wie der Magen knurrt. Ich fahre nach Les Halles in der Annahme, da eine grosse Auswahl an Restaurants zu finden.


Die Wahl fällt auf ein Lokal mit frischen und natürlichen Zutaten - Le Paradis du Fruit. Ich strecke die Füsse aus und bestelle mir einen Salat.


Die Pause tut ganz gut, allerdings empfinde ich es als etwas merkürdig, alleine im einem Lokal zu essen. So breche ich rasch wieder auf, nun mit neuer Energie wieder zu Fuss.


Gemächlich schlendere ich zum Centre Pompidou und der Rue de Rivoli entlang weiter durch die kleinen Gassen.

Nun trete ich langsam aber sicher den Rückweg in Richtung Gare de Lyon an.


Ich hatte heute 7 Stunden Zeit in Paris und dabei jede Menge gesehen. Alleine ist man wohl noch etwas schneller unterwegs, da man eher weniger Pausen macht. Alles in allem hat sich der Tag nicht zuletzt auch dank dem Prachtswetter gelohnt. Beim nächten Mal aber unbedingt wieder mit meinem Freund :-).


Paris je t'aime....soweit würde ich noch nicht gehen, aber wir nähern uns langsam an!