Reisebericht Paris Mai 2008

Tag 1: Stadt der Liebe


Der Frühling ist da, die Blumen blühen allgegenwärtig, es ist Zeit für eine Reise in die Stadt der Liebe :-)

 

Mit dem TGV reisen wir frühmorgens nach Paris Gare de l'Est. Obwohl unser Hotel ca. 6km entfernt in der Nähe der Militärschule liegt, entscheiden wir uns für einen Fussmarsch. Viel Spannendes sehen wir unterwegs leider nicht, die Strassen abseits der Touristenattraktionen sind in Paris bekanntlich eher unspektakulär. Nach ca. 45 Minuten sind wir hungrig und nutzen das reichhaltige Angebot im Studentenviertel Quartier Latin aus, um einen Verpflegungsstop einzulegen.

 

Nach weiteren 45 Minuten erreichen wir unser Hotel Grenelle Paris Tour Eiffel. Wir checken ein und deponieren unser spärliches Gepäck.

 

Wir kaufen an der gegenüberliegenden Metrostation La Motte-Picquet - Grenelle Mehrfartenkarten und machen uns auf den Weg zur wohl wichtigsten Sehenswürdigkeit von Paris - dem Eiffelturm.

 

 

Jetzt legen wir einen Essensstop bei Subway ein und beobachten das Treiben auf einem Flohmarkt. Wir kaufen ein Blechschild für unser Zuhause.

 

Nach Einbruch der Dunkelheit entscheiden wir uns für eine Bootsfahrt auf der Seine. Wir passieren etliche Sehenswürdigkeiten, so auch ein zweites Mal den jetzt beleuchteten Eiffelturm.

 

 

Tag 2: Aux Champs-Elysées....


Das Frühstück im Hotel Grenelle fällt etwas gar spärlich aus, so dass wir uns hungrig auf den Weg zum Arc de Triomphe begeben. Wir schauen den unzähligen Autos zu und schiessen einige Erinnerungsfotos. Das Verkehrsaufkommen ist so immens, dass wir froh sind, den sicheren Boden des Bürgersteiges unter den Füssen zu verspüren.

Die grossen Stores an der Avenue des Champs-Êlysées öffnen nun so langsam ihre Türen, was uns zu einem kleinen Shoppingbummel animiert. Wir bewundern die schön dekorierten Schaufenster und ziehen ohne Einkaufstüten weiter, die Preise hier entsprechen leider nicht unserem momentanen Budget.

Via Place de la Concorde spazieren wir zum Louvre. Die Anlage mit den Wasserspielen sieht in der strahlenden Sonne toll aus und animiert einige Enten zum schwimmen. Die Mona Lisa schauen wir uns nicht an, schliesslich habe ich das unscheinbar kleine Bild im Jahr 1997 bereits gesehen - einmal reicht. Durch den Dan Brown-Beststeller Sakrileg hat das Museum noch mehr an Interesse gewonnen, so dass sogar Da Vinci Code-Tours gebucht werden können.

Danach fahren wir ins Montmartre-Quartier und schauen uns die Sacré Coeur-Kirche an. Blitzartig sind wir umzingelt von aufdringlichen Strassenhändlern. Sie legen uns Armbänder direkt um und quittieren unsere harschen Abwehrversuche mit der Aussage "Respect for the Artist". Schade, das Quartier ist eigentlich richtig süss, lädt aber unter diesem Umstanden nicht zum Verweilen ein.

 

 

Paris ist sehr weitläufig und zwischen den Sehenswürdigkeiten ist oft Einöde. Wir entschliessen uns deshalb jetzt wieder für eine U-Bahn-Fahrt bis zur Station Cité. Wir geraten in einen Menschenauflauf vor dem Palais de Justice de Paris und lesen anschliessend in der Zeitung, dass Kylie Minogue ein Orden verliehen wurde.

 

Wir bahnen uns den Weg zur Cathédrale Notre Dame frei und besichtigen die schöne Kathedrale.

 

 

Die nächste Station heisst Père Lachaise. Der riesige Friedhof ist so weitläufig, dass wir eine Weile beschäftigt sind. Die Gräber sind sehr kunstvoll und aufwändig geschmückt, so auch diejenigen von Oscar Wilde und Jim Morrison.

 

 

Wir machen uns auf den Weg zum Boulevard Haussmann und geniessen im Hard Rock Café ein leckeres Nachtessen und einige Drinks. Als wir die Rechnung verlangen staunen wir nicht schlecht, wir können uns im Shop eine Tragtasche voller Gläser abholen. Wer französisch kann ist klar im Vorteil, so haben wir den ganzen Abend die Drinks inkl. Glas bestellt und bezahlt.

Tag 3: The Dark Side of Paris


Der dritte Tag ist angebrochen, das Frühstück im Hotel lassen wir heute direkt aus. Wir wollen uns die Katakomben ansehen, da sollten wir etwas Ordentliches im Magen haben. In einem Bistro frühstücken wir erstmal gemütlich.

 

Gestärkt begeben wir uns in den Untergrund von Paris. In engen dunklen Gängen werden die Überreste von 6 Millionen Pariser Bürgern gelagert, einige davon kunstvoll aufgeschichtet. Öffentlich zugänglich sind gerade mal 2 des über 300km langen Stollennetzes. Dieser finstere und feuchte Ort ist ein Besuch wert.

 

Mit der U-Bahn fahren wir kurz zum Hotel, um unser Gepäck abzuholen. Am Nachmittag steigen wir mit einem Rucksack und einer mit Hard Rock-Gläsern gefüllten Tragtasche in den TGV.

 

Au revoir, Paris!