Reisebericht Côte d'Azur - Monaco, Nizza, Cannes - Juli 2014

Tag 1 - Geburtstag in Monaco/Nizza:

 

Der Mai-Newsletter von EasyJet trifft genau meinen Nerv. Seit Tagen bin ich nämlich am grübeln, wie und wo ich meinen Geburtstag verbringen könnte. Die Flugzeiten nach Nizza sind perfekt, der Preis ebenfalls - also fällt die Wahl auf die Côte d'Azur. Eine weise Entscheidung, wie sich am Abflugstag herausstellt. Zum dritten Mal in Folge regnet es an meinem Geburtstag nämlich in Strömen. Am Flughafen folgt dann der grosse Dämpfer, anstatt 07.00 steht auf der Tafel 10.45 wegen technischen Problemen. Beim Securitycheck wird plötzlich ein anderes Abflugsgate ausgerufen und Boarding Time 6.15 - und tatsächlich fliegen wir um 07.00 los. Viel Lärm und nichts. Der Landeanflug in Nizza ist der absolute Wahnsinn - so etwas Eindrückliches habe ich auf all den zahlreichen Flügen noch NIE erlebt. MEGA!

 

Kurz vor 08.00 sitzen wir bereits im Taxi zum Grand Hôtel le Florence und deponieren vor Ort unsere Taschen. Die Receptionistin zeichnet uns im Stadtplan die wichtigsten Punkte ein, gibt uns ein paar Tips und erklärt uns den Weg zur Bushaltestelle Place Garibaldi. Wir nehmen den nächsten Bus der Lignes d'Azur nach Monaco. Die Fahrt ist superschön, der Bus fährt die meiste Zeit der Küste entlang und garantiert einen Topblick auf das Meer. Die Aussicht und der günstige Preis von EUR 1.50 sorgen allerdings für volle Busse zu jeder Tageszeit.

 

Am Casino in Monte Carlo steigen wir aus und starten unsere Erkundungstour.

Es fällt sofort auf, dass hier Geld vorhanden ist. Die Anlagen sind perfekt unterhalten, toll bepflanzt und von teuren Luxuseinkaufsläden umgeben. Unbezahlbar ist aber die grandiose Lage. Durch den Park spazieren wir in Richtung Osten, wir wollen den japanischen Garten besuchen. Unterwegs passieren wir einen Teil der Formel 1-Rennstrecke, so auch den berühmten Tunnel sowie das Fairmont Hotel in der Kurve.

 

Viele grosse Kreuzfahrtschiffe ankern vor der Küste und warten, bis die Passagiere für die Weiterfahrt zurückkehren.

 

Es ist kurz nach 9.00 Uhr, und wir merken schon, dass hier unten eine Wasserflasche zum ständigen Begleiter gehören sollte. Erfrischt erkunden wir nun die schöne japanische Gartenanlage. Der Park ist eher klein, aber kostenlos und schön gemacht.

 

Obwohl das mediterrane Klima nicht optimal ist für die japanische Gartenkunst, wurde die Anlage ziemlich authenthisch umgesetzt. Auf jeden Fall sehenswert.

 

 

 

Durch den halboffenen Formel 1-Tunnel spazieren wir mit Blick aufs Meer zum Hafen Port Hercule.  Was uns dort erwartet, ist schwierig zu beschreiben - die Kähne muss man mit eigenen Augen gesehen haben. Unglaublich, was hier an Geld schwimmt. Die Yachten sind zum Teil besser eingerichtet als unser ganzes Haus! Es fehlt an nichts, Hightech, frische Blumen, schönes Besteck, teure Sofas, Personal...und alles wird so aufdringlich präsentiert, dass man direkt vom Spazierweg aus reinschauen kann. Gegenüber stehen die Luxuskarrossen der Besitzer. Dekadenz so weit das Auge reicht hier!

Vorbei an elitären Clubs, Bars und Restaurants über die Esplanade de Stefano Casiraghi spazieren wir nun in Richtung Fürstenpalast. Einen Teil des steilen Aufstieges können wir mit einem Fahrstuhl zurücklegen, das Endstück des Berges erklimmen wir allerdings zu Fuss. Wir werden dafür mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

 

Durch die schönen schattigen Jardins de Saint-Martin schlendern wir zu Cathedrale und schliesslich zum Palais Princier. Von hier oben kann man auf der einen Seite den grossen Port Hercule sehen und auf der anderen Seite den kleineren Port de Fontvieille.

In den kleinen Gässchen von Monaco-Ville finden wir ein schönes Restaurant für die Mittagspause. Die Bedienung ist super freundlich und das Essen ausserordentlich lecker. Satt und zufrieden schlendern wir durch die Gassen, bevor wir uns zu Fuss wieder runter in Richtung Stadt machen.

 

Am Nachmittag nehmen wir den Bus zurück nach Nizza und stellen fest, dass das so einige andere ebenfalls vorhaben. Erst nach halber Strecke finden wir im Bus verteilt Sitzmöglichkeiten. Der Preis ist spitze, wer aber etwas mehr Komfort möchte oder nicht gut zu Fuss ist, wählt besser den teureren Zug.

 

In Nizza spazieren wir über die Promenade de Paillon zum Place Masséna direkt der grossen Einkaufsstrasse entlang bis zum Grand Hôtel de Florence, wo unsere Zimmer nun bezugsbereit sind. Da wir etwas kurzentschlossen gebucht haben, war es nicht ganz einfach, ein zentrales, zahlbares und gleichzeitig schönes Hotel zu finden. Wir haben aber eine gute Wahl getroffen, wenn auch das Badezimmer etwas gar klein geraten ist.

 

Nach einer kurzen Erfrischung wollen wir einen Abstecher zum Meer machen.

Als wir die Promenade des Anglais am frühen Abend erreichen, herrscht noch reger Betrieb. Viele geniessen das kühle Nass, andere spazieren dem Meer entlang oder ziehen mit den Rollerblades vorbei.

 

Wir genehmigen uns einen Aperol Spritz und schauen den Leuten zu. Herrlich, so lässt es sich leben.

 

Für das Nachtessen haben wir einen Tisch im L'Hydrophate reserviert wo wir bei der Ankunft einen Erdbeerwein und Antipasti erhalten. Wir geniessen ein leckeres Abendessen in schönem Ambiente.

Auch am Abend ist in Nizza viel los, sei es an der Strandpromenade oder in den Gassen. In der Altstadt treffen wir auf eine Tanzgruppe, die die Passanten auf einem grossen Platz zum mittanzen animiert. Schön zuzuschauen, wie eine grosse Traube an Touristen mit Spass und Unbeschwertheit das Tanzbein schwingt.

 

An der Cours Saleya ist ein Abendmarkt, auf dem Platz Massena zeigen Artisten ihr Können. Es herrscht so richtige Urlaubsstimmung hier.

 

Ich hatte einen wunderschönen Geburtstag hier. Es war eine super Entscheidung, an die Côte d'Azur zu fliegen!

Tag 2: Nizza und Cannes

 

Schon am frühen Morgen ist es heute wolkenlos und heiss in Nizza.

 

Direkt nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Cours Saleya, um den Markt zu besuchen. Neben schönen Blumen und Pflanzen werden hier auch ofenfrisches Brot, Antipasti, Gewürze, Tee, Obst, Seifen und allerlei Kunsthandwerk angeboten.

 

 

An der Promenade des Anglais geht es um diese Uhrzeit noch ruhiger zu und her. Fast scheint es, als gehöre der Strand in den frühen Morgenstunden den Einheimischen.

 

Wir geniessen die frische Meeresbrise und die friedliche Stimmung. Das Wasser ist hier unglaublich klar, blau und sauber.

 

Ein kleiner Hund spielt mit den Wellen und sorgt für Lacher bei den Strandbesuchern.

 

Wir nehmen den Fahrstuhl hoch zum Colline du Château, um den Panoramablick zu geniessen.

 

Vom Schlosshügel aus hat man einen super Ausblick über die ganze Stadt. Nun erkennt man auch, wie lang die Promenade des Anglais tatsächlich ist. Direkt bis zum Flughafen könnte man dem Strand entlang spazieren.

 

Auf der anderen Seite hat man einen guten Blick auf den Hafen Port Lympia.

 

Den Abstieg vom Schlosshügel nehmen wir zu Fuss in Angriff. Bald erreichen wir wieder die kleinen Gässchen der Alstadt, wo wir einen angenehmen Vormittag verbringen.

 

Zur Mittagszeit machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, um unser Gepäck abzuholen. Am Nachmittag wollen wir uns nämlich noch Cannes anschauen.

 

Aufgrund des hohen Passagieraufkommens im Bus entscheiden wir uns nun für den Zug und zahlen für die 30minütige Fahrt EUR 6.70 pro Person.

 

 

 

Am frühen Nachmittag erreichen wir Cannes. An der Flaniermeile Boulevard de Croisette gilt sehen und gesehen werden, wie wir gleich feststellen. An den Stränden direkt an der Promenade ist jeder Liegestuhl besetzt, Handtuch an Handtuch lassen sich die Sonnenhungrigen grillieren.

 

Wir flüchten für den Moment vor der prallen Mittagssonne und suchen ein Lokal für das Mittagessen. In einer Seitengasse werden wir fündig, das Essen ist so lecker, dass man über die schlechte Bedienung hinwegsehen kann.

 

Zurück an der Promenade holen wir uns im Tourist Office einen Stadtplan, um eine Übersicht der Stadtteile zu erhalten.

 

Einfach der Masse nach, damit liegt man in Cannes richtig.

 

Am berühmten roten Teppich vor dem Palais des Festivals et des Congrès gibt es fast kein Durchkommen mehr. Obwohl im Moment keine Stars vor Ort sind, ist der Teppich auf der Treppe bis zur letzten Stufe besetzt.

 

Wir machen uns auf den Weg zum alten Hafen und zur Altstadt.

 

Der Tour de Masque de Fer entlang erklimmen wir mal wieder einen Hügel, vom Musée de Castre aus hat man nämlich einen wunderbaren Panoramablick.

 

Auf einer Parkbank im Schatten geniessen wir die Aussicht auf Cannes, bevor wir in der Altstadt durch die Gassen spazieren.

 

Im hochgelobten Glacier Vilfeu gönnen wir uns ein Eis zur Erfrischung. Die Auswahl ist enorm, trotzdem bin ich enttäuscht. Die Vitaminstation zu Hause in Solothurn bietet um Längen besseres Eis an.

 

Am späten Nachmittag klappern wir die Einkaufsstrassen ab und merken aber auch hier, Cannes ist zur Zeit brechend voll.

 

Der Shoppingstrasse Rue d'Antibes entlang machen wir uns auf den Weg zurück zum Bahnhof. Wir fahren bis zur Station Nice St. Augustin, von dieser Station aus gelangt man nämlich zu Fuss direkt zum Flughafen.

 

Adieu France, adieu Côte d'Azur. C'était très beau!