Reisebericht Budapest Januar 2014

Tag 1: Pest

 

Unser Miles & More-Flugmeilen-Saldo hat sich langsam aber sicher wieder zu einem stattlichen Wert kumuliert, nach Prag 2012 kommen wir nun zum zweiten Mal in den Genuss von Gratisflügen. Wieder sind die Meilenschnäppchen ausschlaggebend, die Wahl fällt auf die ungarische Hauptstadt Budapest.

 

Aus der gemütlichen Zugfahrt zum Flughafen Zürich wird leider nichts, die Rekruten sind auf dem Weg ins Wochenende und besetzen lautstark einen Grossteil der Sitzplätze.

 

Am Flughafen können wir zum erstenmal das automatische Self-Boarding nutzen. Super und effizient! Pünktlich heben wir ab ins Weekend nach Budapest.

Der Flughafentransfer funktioniert problemlos: Der Bus 200E fährt bis zur Metrostation Köbánya-Kispest, von da aus bringt uns die Linie 3 direkt ins Zentrum. Wir steigen an der Station Kalvin ter aus und suchen unser Hotel.

 

Wir haben zum Superpreis von 69.00 EUR die Tripadvisor Nr. 2, Hotel Palazzo Zichy gebucht. Die guten Bewertungen sind gerechtfertigt, es ist wirklich top! Die Lage ist nicht perfekt, eine besondere Aussicht gibt es ebenfalls nicht, dafür sind die Zimmer blitzsauber, modern, gross - man fühlt sich schlichtweg rundum wohl.

Wir spazieren direkt los und uns fällt auf, dass viele deutsche Marken hier präsent sind. An den schönen Hausfassaden prangern Leuchtreklamen von Müller, Deichmann, Aldi, Telekom und Praktiker.

 

Budapest ist bekannt für seine unzähligen traditionellen Kaffeehäuser. Das prunkvolle Café New York kommt nach der ersten Besichtigungstour wie gerufen - mit Caipirinhas und einem köstlichen Dessertteller lassen wir uns in stilvoller Umgebung verwöhnen.

 

 

Zu Fuss ziehen wir weiter durch die Gassen der Stadtseite Pest und begutachten die Gebäude, die Schaufenster und die originellen Dekorationen.

 

Die Weinbar innio fällt auf mit den kreativ bemalten Fenstern, da ich aber keinen Wein trinke bleibt es bei einem Blick.

 

Bisher gefällt uns Budapest ganz gut, an die grosse Schwester Prag kommt es für uns aber noch nicht heran. Wir sind gespannt, wie die Stadt bei Dunkelheit auf uns wirkt.

 

Am Liszt Ferenc tér (Franz Liszt-Platz) finden wir viele einladende Bars und Restaurant - ein schöner Platz zum verweilen.

 

Unser Weg führt zur bekannten Nobel-Einkaufsstrasse Andrassy, wo wir neben teuren Taschen und Kleidern auch die schöne Staatsoper zu Gesicht bekommen.

 

Ebenfalls in der Nähe ist die St. Stephans Basilika, die grösste Kirche von Budapest.

 

 

Der Wachmann lässt uns passieren, nun wollen wir nämlich endlich an die Donau. Von der Kettenbrücke aus geniessen wir den überwältigenden Eindruck.

 

Budapest by Night bietet einen superschönen Anblick.

 

Im Schiffsrestaurant Spoon Restaurant & Lounge haben wir im Vorfeld auf Empfehlung hin (Danke dafür!) einen Tisch am Fenster reserviert.

 

Es ist einfach herrlich romantisch - wir haben einen wunderbaren Ausblick auf die beleuchtete Burg und die Kettenbrücke und geniessen dazu erstklassige ungarische Spezialitäten. Diesen Tip gebe ich sehr gerne weiter!

 

Der Verdauungsspaziergang führt uns nach einem Drink im Hard Rock Café durch die Fussgängerzone zurück zum Hotel. Auch abends ist hier viel los, in den Gassen und in den Bars herrscht Rambazamba.

Tag 2: Buda

 

Wie immer starten wir früh in den Sonntag und nutzen das wunderbare Morgenlicht um schöne Fotos zu knipsen. Das Wetterglück ist mal wieder auf unserer Seite, mit strahlendem Sonnenschein begrüsst uns die Stadt heute. Mit der Bahn Siklo wollen wir den Burgberg erklimmen, stehen an der Station aber trotzt Öffnungszeiten vor verriegelten Türen. Kurzerhand marschieren wir los und nehmen die Steigung in Angriff.

Natürlich könnte es nicht anders sein, auf halber Höhe werden wir von der Bahn überholt.

 

Den absoluten Panoramablick erhalten wir von der Fischerbastei, dem mittelalterlichen Standort des Fischmarktes von Buda aus. Das Monument mit den süssen Türmchen ist ein echtes Highlight! Von hier aus hat man den totalen Überblick über die Stadt. Und das heute bei allerschönstem Wetter! Einfach herrlich.

 

 

Direkt neben der Fischerbastei befindet sich die bekannte Matthiaskirche. Das offiziell Liebfrauenkirche gennante gothische Bauwerk fällt vor allem durch das bunte Dach auf. Glücklicherweise müssen wir hier nicht nach dem Darth Vader-Gargoyle suchen.

 

Das bekannte Kaffeehaus Ruszwurm ist momentan leider geschlossen.

 

 

Auch den Burgpalast wollen wir uns nun noch etwas genauer ansehen, am imposantesten wirkt er aber aus der Distanz. Die Nationalgalerie, das historische Museum, das Ludwig-Museum sowie die Szecheny-Nationalbibliothek sind hier untergebracht.

 

Im Burghof finden wir den Matthiasbrunnen sowie eine Skulptur des mythologischen Vogels Turul.

Die Sonne trügt, es zieht ganz schön hier oben. Nach dem Abstieg überqueren wir die Donau mittels Kettenbrücke und wärmen uns in einem modernen Café in der Nähe des schönen Parlaments mit einem Tee auf. Dazu geniessen wir hausgemachte Schokoladencroissants.

 

Aus einem Spaziergang an der Promenade der Donau wird leider nichts, der Uferweg ist komplett gesperrt wegen Sanierungsarbeiten. Generell wird hier gebaut, was das Zeug hält. Obwohl heute Sonntag ist, wird am Parlamentsgebäude gehämmert, gebohrt und gepflastert.

 

Wir geniessen die Sonnenstrahlen in vollen Zügen und spazieren relaxt durch die Shoppingstrassen. Auch hier ist von Sonntag nichts zu erkennen, fast alle Shops sind geöffnet.

 

Zu der berühmten Markthalle Központi Vásárcsarnok kann ich leider nichts sagen, ausser dass sie leider sonntags geschlossen ist und wir nur die Nase an den Fensterfronten platt drücken konnten.

 

 

Nach einigen Besorgungen und einem weiteren Stop in einem Kaffeehaus machen wir uns auf den Weg zum Flughafen und eilen dort nach einem kurzen Restaurantbesuch direkt zum Gate, wo das Boarding bereits beginnt.

 

Der Swissflug wird von Helvetic durchgeführt und einmal mehr erleben wir ausserordentliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von der Crew.

Budapest ist eine der Städte, wo wir ohne grossartigen Erwartungen hingeflogen sind. Wie so oft ist das wohl das Geheimrezept - wir hatten nämlich ein wahnsinnig schönes erholsames Wochenende. Sowohl kulinarisch wie auch optisch hat die Stadt sehr viel zu bieten. Zusammen mit dem sonnigen Wetter war das ein richtig perfekter Weekendtrip.