Reisebericht Bratislava und Wien - April 2019

 

Etwas Neues, ein kurzer Flug, nicht teuer, an einem Wochenende möglich. Das sind die Kriterien, für unser Frühlingsreiseziel.

 

Die Wahl fällt auf Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei.

 

Die Stadt liegt nur gerade 55 Kilometer Luftlinie von Wien entfernt, also starten wir am Freitagabend mit der Swiss in Richtung Wien-Schwechat.

 

Für die Weiterfahrt nach Bratislava buchen wir den Flixbus. Pünktlich fährt er am Bussteig vor und wir sind gespannt, ob alles klappt. Immer wieder hört man ja abenteuerliche Geschichten. Damals von München nach Zürich hat alles gut funktioniert.

 

 

 

Unsere 40minütige Fahrt klappt wie am Schnürchen.

 

Dass wir eine Station zu früh aussteigen und deshalb den Weg entlang der Plattenbauten durch das Autobahn-Wirrwar suchen, haben wir selbst zu verschulden.

 

Nach zehn Minuten erblicken wir aber das UFO, den Aussichtsturm der Stadt und wissen, dass wir jetzt auf der richtigen Spur sind.

 

 

Auf dem Weg in die Altstadt begegnen wir der Bronzestatue des dänischen Märchenerzählers Hans Christian Andersen. Auf der Rückseite findet man Motive seiner bekanntesten Märchen.

 

 

Viele weitere Statuen sind in der Stadt verteilt, auf dem Foto ganz am Anfang des Berichtes ist der schöne Nâci zu sehen. Er war ein Stadtoriginal und wurde deshalb in Bronze verewigt.

 

 

Die Altstadt ist sehr übersichtlich, schnell sind wir am oberen Ende beim Michaelertor angekommen. Es ist eines der ältesten Gebäude in Bratislava, das einzig erhalten gebliebene Tor der Stadtfestung.

 

Wir spazieren weiter zum Präsidentenpalast, zum Palais Grassalkovich, wo ringsum noch wunderschön die Kirschblüten blühen. Auf dem Weg dorthin passieren wir die Trinitarierkirche.

 

 

Auch die Pyramide, das Gebäude des slowakischen Rundfunks sehen wir uns an.

 

 

Auf dem Rückweg ins Zentrum entdecken wir eine Markthalle mit leckeren lokalen Köstlichkeiten.

 

Auf der Suche nach der blauen Kirche geraten wir etwas vom Weg ab, landen dafür wieder mitten in der Altstadt. Da stolpern wir beinahe über die nächste Statue Cumil, den Man at Work.

 

 

Wir kommen am slowakischen Nationaltheater und der Philharmonie vorbei, bevor wir schliesslich die kitschig blaue Sankt-Elisabeth-Kirche erreichen. Sieht für mich aus, wie aus einem Disneyfilm kopiert.

 

 

Jetzt haben wir noch zwei Punkte auf unserer Bratislava-Liste: Den Metalshop Megastore Bratislava und die Burg Bratislava. Beides liegt am anderen Ende der Stadt, aber praktischerweise in der gleichen Ecke.

 

 

Mittlerweile weht ein fieser Wind, es zieht uns kräftig um die Ohren. Immerhin regnet es nicht, die Wettervorhersage für das Wochenende war nämlich alles andere als einladend. Zuhause schneit es heute sogar!

 

 

Schliesslich sind wir froh, als wir das lustige Schild vor dem riesigen Metalshop entdecken und uns etwas aufwärmen können. Wer in der Nähe ist, unbedingt reinschauen. Der Laden ist ziemlich gut sortiert!

 

Wenige Meter weiter lockt uns das Cat Cafe auf einen Tee hinein.

 

Ironischerweise haben wir auf all unseren Japanreisen noch nie ein Katzenkaffee besucht, ich bin dieser Sache gegenüber nicht so positiv gestimmt. Das Igel- und Eulenkaffee hat mich damals ziemlich geschockt.

 

Hier sieht die Sache aber anders aus, die Katzen wurden alle von der Strasse gerettet und haben hier jetzt ein Zuhause. Mit der Konsumation unterstützt man damit also eine gute Sache. Zudem sehen die Katzen allesamt äusserst zufrieden aus, sie relaxen gemütlich auf den Sofas, liegen in Hängematten oder ziehen sich zurück in eines der süssen Häuschen.

 

Eine wunderbare Oase - so richtig gemütlich und schön hier bei den Miezies. Dass selbst die Bedienung Katzenohren trägt, gehört in den Katzenkaffees wohl einfach dazu...

 

 

Die kurze Strecke zur Burg hoch legen wir jetzt auch noch zurück. Von oben hat man eine tolle Sicht auf die Stadt hinunter.

 

Durch die Grünanlage steigen wir wieder hinab in die Stadt, wo bald unser Flixbus zurück nach Wien fährt.

 

Unterwegs sagen wir noch der Hexenstatue mit den Raben guten Tag.

 

 

 

VIENNA CALLING!

 

Auch die Rückfahrt mit dem Flixbus klappt reibungslos, wir nutzen die Pause, um unseren Füssen etwas Erholung zu gönnen.

 

In Wien wollen wir erstmal einen Drink, wofür wir die Rooftopbar im SO/Vienna auswählen. Wir probieren den Österreichischen Gin Wacholderbär und sind begeistert! Auch die Aussicht ist top - wie liebe ich Rooftopbars.

 

Nur werde ich das Gefühl nicht los, dass wir hier nicht zum bevorzugten Klientel gehören. Hier verkehrt die Schickeria...und diese wird deutlich freundlicher bedient.

 

Ich war schon zweimal in Wien, Sightseeing steht heute nicht auf dem Plan. Wir wollen einfach ein bisschen durch die Strassen flanieren, geniessen und erleben.

 

Vom SO/Vienna aus spazieren wir zum Stephansplatz und müssen uns erstmal an die Menschenmenge gewöhnen. Bratislava war so herrlich menschenleer.

 

 

Bei Julius Meinl machen wir den nächsten Zwischenstop, um einen fantastischen Apfelstrudel zu geniessen. Für das Abendessen ist auch gesorgt, wir haben natürlich bei Figlmüller einen Tisch reserviert, das leckere Schnitzel wollen wir uns nicht entgehen lassen.

 

Schnell hat uns das Wien-Fieber wieder gepackt: die Gebäude, die Kaffeehäuser, die Bars...eine tolle Stadt.

 

Auch Bratislava hat uns gefallen, man kann dieses kleine Städtchen wirklich gut an einem Tag von Wien aus besuchen.

 

Nun heisst es schon wieder Abschied nehmen, wir fliegen mit den Austrian Airlines zurück in die Schweiz, wo wir nach dem tollen Wochenende noch den Rest des Sonntages ausklingen lassen.