Reisebericht Amsterdam November 2008

Tag 1:


Wir weilen für ein paar Tage im Sauerland und entscheiden uns für einen kurzen Abstecher nach Amsterdam. Nach der gut vierstündigen Zugfahrt erreichen wir Amsterdam pünktlich um halb zwölf. Bereits in den Gassen rund um den Hauptbahnhof sind die Shops deutlich schräger als bei uns. Wir spazieren amüsiert vorbei und erreichen schon bald den Damplatz mit dem nationalen Monument gegenüber vom königlichen Palast.

Unsere weitere Route führt uns an Madame Tussaud'sAmsterdam Dungeon und diversen Shops vorbei. Wir lassen erstmal alles links liegen und entscheiden uns für eine schlechte Pizzeria. Enttäuscht marschieren wir auf direktem Weg ins Hotel Albus um unsere Rucksäcke zu deponieren. Etwas oberhalb der Herengracht werden wir fünding und sind vorerst zufrieden. Die Zimmer sehen modern und sauber aus.

 

Die Innenstadt von Amsterdam ist nicht riesig, so dass man hier weder U-Bahn noch Bus braucht. Unsere Füsse tragen uns also zurück zur Alster, wo wir einen tollen Blick auf das Opernhaus geniessen.

Wenige Minuten später betreten wir den Red Light District. Im Vorfeld hört man so einiges, vorstellen kann man sich das aber nicht so richtig. Die zum Teil blutjungen Frauen stehen wie gefangene Tiere in Glaskästen und bieten sich leichtbekleidet den zahlreichen Gaffern an. Ich kann mir in diesem Moment nicht viel Entwürdigenderes vorstellen und mir wird flau. Schnellen Schrittes ziehen wir weiter und verlassen die verruchte Gegend.

 

Nachdenklich spazieren wir zur Singel und bummeln da durch die zahlreichen süssen kleinen Shops. Grosse Ketten sucht man in diesem Viertel vergebens.

Wir legen eine kurze Erfrischungspause im Hotel ein, bevor wir uns auf den Weg zum Hard Rock Cafe begeben. Unterwegs zeigen sich die Keizers-, die Prinsen- und die Lijnbaansgracht im bereits dunklen Amsterdam von ihrer schönsten Seite.

 

Wir geniessen ein leckeres Essen und beobachten nachher das Treiben an der Stadhouderskade. Auf eine Schlittschuhfahrt verzichten wir aber.

 

Es ist bitterkalt und wir nutzen die Badewanne im Hotelzimmer, um uns wieder aufzuwärmen. Schlafen tun wir danach wie Murmeltiere.

Tag 2:


Den heutigen Tag starten wir mit einem Frühstück im Hotel, was allerdings zu wünschen übrig lässt. Das Wetter hat umgeschlagen, passend für einen Museumsbesuch. Unterwegs zum Museumplein betrachten wir die auffallenden typisch holländischen Häuser.

 

Offenbar haben heute sämtliche Touristen die gleiche Idee, so dass die Warteschlangen unendlich lang sind. Bei strömendem Regen wartend draussen zu stehen macht keinen Spass, also doch kein Museumsbesuch. Wer unbedingt eines oder mehrere der zahlreichen Museen besuchen möchte, sollte die Tickets bereits im Vorfeld kaufen.

 

Wir suchen trockene Zuflucht bei Subway und holen erstmal das verpatzte Frühstück nach.

Mittlerweile hat der Regen etwas nachgelassen, wir spazieren zur Kalverstraat. Diese Gegend lädt zum Shoppen ein, was wir dann auch tun. Hier findet man sämtliche grossen Markenstores.

 

Zufälligerweise kommen wir am Foltermuseum vorbei und wir entscheiden uns für einen Spontanbesuch. Warteschlangen kennt man hier nicht, und auch sonst ist das Museum angenehm leer.

 

 

Unser Zug geht am frühen Abend zurück, es bleibt uns also jetzt nicht mehr viel Zeit. Wir entscheiden uns für einen Besuch am Blumenmarkt und erstehen Tulpenzwiebeln für den Garten.

 

Gemütlich spazieren wir zurück zum Bahnhof und lassen die Kulissen und Eindrücke noch ein letztes Mal auf uns einwirken.