Reisebericht Köln November 2015


Tag 1:


Wir erfüllen uns einen langgehegten Traum mit dieser Köln-Reise - endlich soll es mal klappen, die Foo Fighters live zu sehen.


In all den letzten Jahren ist immer etwas dazwischen gekommen, so zuletzt der Beinbruch von Dave Grohl in Schweden, wonach das Schweizer Konzert abgesagt wurde. Natürlich ist auch das Kölner Konzert längst ausverkauft in der Zwischenzeit, wir "gönnen" uns aber den Luxus, massiv überteuerte Karten auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Immerhin gibt es vor dem Konzert ein leckeres Buffet und Getränke umsonst dazu.



Meine Freundin macht mich darauf aufmerksam, dass direkt am Tag danach auch Marilyn Manson in der Stadt weilt und ein Konzert gibt. Für uns Grund genug, die Reise um einen Tag zu verlängern, für meine Freundin Grund genug, sich uns anzuschliessen. Wir freuen uns nun alle auf ein Superweekend in der tollen Stadt Köln!


Nach einem Shoppingbummel durch Köln und einem Besuch bei unserem Liebesschloss ist es endlich soweit, es wird Zeit, in die Lanxessarena zu fahren! Vorfreude pur!


Das Foo Fighters-Konzert ist dann für uns auch tatächlich ein echtes Highlight - die Band überzeugt mit Authentizität und einer grossartigen Setlist auf der ganzen Linie. Dave Grohl hat sich für den Rest der Tour einen Thron anfertigen lassen, darauf absolviert er den grössten Teil des Sets mit seinem Gips sitzend.


Wir sind soooo happy, dafür hat sich jeder Franken gelohnt. Ein unvergessliches Konzert.

 

Nach dem Konzert setzen wir uns aufgedreht in eine der zahlreichen Kneipen am Rheinufer und geniessen den Abend.

 

Es scheint mir, als stünde ganz Köln im Zeichen der Foo Fighters - so hört man die Chorgesänge noch lange an allen Ecken und Enden. Die Stimmung an den deutschen Konzerten ist mit derjenigen bei uns so gar nicht vergleichbar. In diesem Momenten denke ich, Rock im Park wäre vielleicht doch mal wieder eine Reise wert...

 

Was für ein grandioser Abend!


Tag 2:


Mit dem Hotel Drei Kronen direkt im Rheingarten haben wir eine gute Wahl getroffen. Die Lage könnte besser nicht sein, die Zimmer sind sauber und schön und Preis-Leistung stimmen ebenfalls.


Wir schlafen alle super, wenn auch etwas gar wenig. Das Frühstück lassen wir uns ausgiebig schmecken, während wir noch immer in Konzerterinnerungen schwelgen.



Unser erster Stop heisst Köln-Kalk, wann immer wir in Köln sind, gehört natürlich auch der Besuch im Music Store dazu. Hier lässt es sich verweilen!


Wir verteilen uns über die Etagen und kaufen emsig ein.



In Köln essen wir selbstverständlich auch wie es sich gehört: Currywurst mit Pommes und Mayo MUSS hier einfach sein.



Am Nachmittag klappern wir sämtliche Shoppingviertel von Köln ab und kaufen die ein oder andere Kleinigkeit ein. 


Im Café Extrablatt stimmen wir uns mit Cocktails auf den zweiten Konzertabend ein. Die Anfahrt zum Konzert entpuppt sich als schwieriger als angenommen, so stehen wir erstmal eine Weile ratlos im U-Bahnschacht. Die Bahn lässt auf sich warten. Die Richtung ist klar, die Ausstiegshaltestelle steht leider im Hotel auf dem Ipad.



Wir verlassen uns auf die schwarzgekleideten Passagiere und verpassen prompt fast den Ausstieg. Ein freundlicher junger Mann nimmt uns schliesslich ins Schlepptau, er will zu einer Filmveranstaltung direkt gegenüber des Palladiums.

 

Die Halle ist bis auf den letzten Platz gefüllt, mir ist es nicht mehr richtig wohl. Einen Blick auf die Bühne zu erhaschen ist für mich ein Zufallstreffer.

 

Das Konzert ist solide, kann aber nicht mithalten mit dem gestrigen Abend. Marilyn Manson haben wir im Gegensatz zu den Foo Fighters schliesslich auch schon unzählige Male davor live gesehen. Wir hatten mit seiner Verfassung wohl mehr Glück als Zürich ein paar Tage später, da hat er mal wieder mit odentlichen Negativschlagzeilen von sich hören lassen. Die Chance liegt wohl etwa bei 50%.

 

 

Zurück im Café Extrablatt beschliessen wir den Abend mit einer weiteren Runde Cocktails, Nachos und Pizzabrötchen. Mmmh!

 

 

Tag 3:


Auch der letzte Tag begrüsst uns freundlich, schon während dem Frühstück geniessen wir einen schönen Blick auf die aufwachende Stadt.


Wir spazieren ein letztes Mal durch die Innenstadt und geniessen das tolle Wetter. Für anfangs November war es das ganze Wochenende über aussergewöhnlich sonnig und warm.


Im Bahnhof decken wir uns mit Proviant für die Rückreise ein.


Kaum sitzen wir auf unseren Plätzen im ICE 505 nach Basel kommt auch schon die erste Durchsage. Die Abfahrt verzögert sich um unbestimmte Zeit, die beiden Zugteile können nicht korrekt verkuppelt werden.


Wir vertreiben uns die Zeit mit quatschen, schlafen und Origamikraniche falten. Als wir endlich losfahren, ist der halbe DB-Reiseplan verfaltet.


Der Zug ist hoffnungslos überbucht, Passagiere ohne Platzreservationen werden wiederholt aufgefordet, unser Waggon aus Sicherheits-gründen zu verlassen. Wohlbehalten erreichen wir Basel schliesslich doch noch einigermassen pünktlich.


Ein unvergessliches Wochenende geht zu Ende - sooooooo cool wars!!