Reisebericht Hamburg Februar 2008

Tag 1:


Bei eisiger Kälte setzen wir uns in Hagen in den ICE nach Hamburg. Mein erster Besuch in der Hansestadt steht an!

 

Wir suchen unsere Unterkunft (die sich ironischerweise in der Katholischen Akademie befindet) um unseren Rucksack zu deponieren. Die Zimmer im Hotel Michaelis sind sauber, schön und vor allem preiswert. Wir haben direkte Aussicht auf den Michel, den Turm der St. Michaelis-Kirche.

 

Unsere erste Destination heisst St. Pauli-Fanshop. Wir kaufen in der bunten Baracke mit dem Logo bedruckte Merchandise und Mitbringsel ein und spazieren die Reeperbahn auf und ab. Hier ist absolut nichts los, also beschliessen wir am Abend zurückzukommen.

 

Es ist bitterkalt in Hamburg, eine Aufwärmung kann nicht schaden. Wir suchen das nächstgelegene Starbucks Café auf und geniessen einen heissen Chai Tea Latte.

 

Aufgetaut spazieren wir zum Alsterbecken und bummeln durch die Läden. Zum Nachtessen begeben wir uns in ein italienisches Restaurant im ca. 40 Gehminuten entfernten Rothenbaum-Viertel.

 

Nach dem leckeren Essen bietet sich ein Verdauungsspaziergang an, wir machen uns zu Fuss auf den Weg zurück ins Zentrum.

 

Jetzt nach Einbruch der Dunkelheit geben wir der Reeperbahn eine zweite Chance, aber so richtig viel besser wird es nicht. Die Gegend ist ungepflegt, schmuddelig und lädt ganz und gar nicht zum verweilen ein. Wir brechen auf in Richtung Hotel und geniessen unterwegs eine heisse Zitrone.

Michel
Michel

Tag 2:


Frühmorgens sind wir wach und betrachten den Michel von unserem Zimmer aus. Die Füsse schmerzen höllisch, die Distanzen und die Kälte haben ihren Tribut gefordert.

 

Wir suchen uns ein Lokal zum Frühstücken und starten den Tag gemütlich. Pünktlich zur Öffnungszeit machen wir uns auf den Weg zum Miniatur-Wunderland. Direkt daneben versucht uns ein engagierter Mitarbeiter des Dungeons zu einem Besuch zu überreden - vergeblich.

Modelleisenbahn-Museum
Modelleisenbahn-Museum

Das Miniatur-Wunderland übertrifft sämtliche Erwartungen. Die Anlage ist in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt (USA, Skandinavien, Alpen, Harz, Hamburg, Schweiz, Knuffingen) und mit unglaublicher Liebe zum Detail in minutiöser Arbeit aufgebaut worden. Man kann stundenlang staunen und ständig neue Spielereien entdecken. Das Museum ist SEHR empfehlenswert.

Als nächsten Programmpunkt wählen wir das Gewürzmuseum. Hier kann der gesamte Prozess vom Anbau bis zum fertigen Produkt auf unterhaltsame Weise verfolgt werden. Die Eintrittskarte gibt's in Form eines Pfeffertütchens, eine lustige Idee wie ich finde.

 

Direkt nebenan befindet sich das Speicherstadtmuseum. Wir schauen uns die Entwicklung von typischen Arbeitsgeräten und Waren aus den letzten 100 Jahren an. Ein Teil widmet sich dem Tee- und Kaffeehandel, so dass wir das Konsumationsangebot für eine leckere Aufwärmung nutzen.

 

Wir bummeln durch die frostige Hafenanlage und schauen dem Treiben zu. Auf eine Hafenrundfahrt verzichten wir aufgrund des Wetters und meiner Abneigung Schiffen gegenüber.

 

Die letzten Stunden vor unserer Rückfahrt verbringen wir mit Shoppen in den Einkaufsstrassen und der Europa-Passage.