Reisebericht Berlin April 2018

 

Nach unserer Kalifornienreise vom Februar ist mein Fernweh wegen dem endlos tristen und kalten Winter bereits nach einem guten Monat wieder unendlich gross, der 48-Stunden-Sale der Swiss soll Abhilfe schaffen.

 

Da Ferientage- und Reisebudget bereits verplant sind, liegen jetzt keine zusätzlichen grossen Sprünge mehr drin.

 

Kein langer Flug, eine Stadt, nicht teuer, bereits bekannt - mit diesem Auswahlverfahren fällt die Wahl schliesslich auf: BERLIN.

 

 

 

 

Wir entscheiden uns für einen Tagsausflug und starten deshalb sehr früh in Richtung Flughafen.

 

Pünktlich geht's los, während des Fluges geniessen wir einen tollen Sonnenaufgang und schon fast eine überfreundliche Bedienung vom Swiss-Personal.

 

Mit strahlendem Sonnenschein empfängt uns Berlin - das Wetterglück ist heute voll auf unserer Seite.

 

 

Das VBB-Ticket ermöglicht uns für den günstigen Preis von 7.00 EUR den ganzen Tag das Berliner ÖV-Netz zu nutzen. Gleich nehmen wir den Bus zum Hauptbahnhof.

 

Berlin erwacht gerade erst, für uns ist der Tag bereits in vollem Gange. Munter spazieren wir dem Spreebogen entlang durchs Regierungs-viertel und geniessen die Ruhe. Die Sonne trügt, noch ist es frisch. Herrlich!

 

Nach dem tollen Start fahren wir zum Ostbahnhof, wir wollen uns ein Bild vom hochgespriesenen Zalando-Outlet machen. Die ca. 10 Minuten Fussweg führen uns durch eine nicht ganz so prickelnde Gegend Berlins, dafür erhaschen wir einen Blick auf die Oberbaumbrücke.

 

Die Enttäuschung ist ziemlich gross, der Outlet ist klein und die Auswahl eher spärlich. Schuhgrösse 36 ist Fluch und Segen zugleich, als Einzige finde ich coole Limited Edition Chucks, obwohl ich noch mehr Schuhe so gar nicht brauche...

 

 

 

Schnell ziehen wir weiter zum Hackeschen Markt.

 

Das ist das Berlin, was ich so richtig gerne mag. Im kreativen Zentrum der Stadt findet man tolle Restaurants und Cafes.

 

Zum Shoppen ist es hier ebenfalls super, neben den bekannten Markenläden hat es auch Designerläden und kleinere individuelle Shops. Und - zumindest jetzt - weniger Leute als am KuDamm.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr sehenswert ist das Haus Schwarzenberg, die sogenannte Street Art Alley. Die Wandgemälde sind spannend und kreativ, man könnte hier wohl tagelang stehen und immer wieder neue Details finden. Ganz cool!

 

Wir schnappen uns einen freien Tisch und geniessen jetzt erstmal zur Feier des Tages einen Aperol Spritz in lustiger und gemütlicher Runde - meine Schwester und ihr Mann haben sich nämlich spontan zu diesem Ausflug nach Berlin angeschlossen.

 

Nächster Halt: Brandenburger Tor.

 

Wir haben es alle schon oft gesehen, trotzdem haben wir einstimmig das Gefühl, dass es einfach zu jedem Berlinbesuch dazugehört.

 

Neben den vielen Touristen sind hier auch gerade  noch eine Demonstration und ein Polterabend im Gange, etwas zu viel Trubel für uns. Wir bummeln in Richtung Potsdamer Platz und passieren dabei das Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die Ampelmann-Statue.

 

 

Gestern Abend haben wir noch einen Tipp erhalten, das Cafe am neuen See soll einen Besuch wert sein. Bei diesem Prachtswetter wollen wir das ausprobieren - also fahren wir zum Bahnhof Zoo. Nach einem 15-minütigen Spaziergang halbwegs um die Zooanlage erreichen wir das idyllische Plätzchen mitten in einem kleinen Wäldchen am See. Wie schön!

 

Obwohl neben uns auch sehr viele andere Leute hier das Wetter geniessen, ist es sehr ruhig, entspannend und schön. Berlin von seiner ganz anderen Seite. Ein toller Tip, danke!

 

Nach der tollen Pause gehen wir zum KuDamm, wofür wir die letzten beiden Stunden reserviert haben.

 

Für den Rückweg wählen wir die andere Seite des Zoos und passieren dabei das schöne chinesische Tor, welches Besucher auf den Panda im Zoo aufmerksam machen will. Ich war vor Jahren mal in diesem Zoo, er hat mir damals nicht gefallen. Den Panda würde ich aber gerne nochmal besuchen - heute ist dafür aber zu wenig Zeit.

 

Je näher wir der Gedächtniskirche kommen, desto voller werden die Strassen. Samstagnachmittag bei diesem Wetter - da zieht es ganz Berlin aus seinen Wohnungen.

 

Mit der Ruhe und Entspannung ist es hier bald vorbei, viele Einkaufswütige sorgen für Hektik und Schlangen an den Kassen. Auch das ist Grosstadt.

 

Gegen 18:00 Uhr nehmen wir den Flughafenbus direkt am KuDamm und fahren in Richtung Tegel.

 

Zufrieden und geschafft warten wir am Gate auf den Abflug - der Tag war intensiv, aber sensationell.

 

In kurzer Zeit haben wir wahnsinnig viel erlebt, und dabei trotzdem auch viel Ruhe und Entspannung genossen.

 

Das IPhone sagt, dass wir 31'092 Schritte und gute 20km gelaufen sind heute - ich schlafe schon kurz nach dem Start tief und fest.