Reisebericht Berlin Oktober 2010

Sony Center
Sony Center

Tag 1:


Am 30. Oktober 2010 fliegen wir mit Easy Jet nach Berlin. Wir treffen unsere Freunde da und freuen uns auf ein lustiges Weekend. Für mich ist es bereits die dritte Reise in die Hauptstadt Deutschlands.

 

Wir treffen uns gegen Mittag zum Check-In beim Motel1 am Ku'Damm und erfreuen uns an den modern eingerichteten Zimmern. Zu Fuss schlendern wir zum Hard Rock Café zum Mittagessen und Plaudern. Berlin rüstet sich für Halloween, so dass auch das Personal im HRC etwas übertrieben spassig drauf ist. Wir lassen uns nicht ärgern und fahren zum Sony Center am Potsdamer Platz. Da herrscht Weihnachtsmarktstimmung und wir wollen später auf einen Glühwein zurückzukommen. In den Potsdamer Arkaden begeben wir uns auf einen kleinen Shoppingbummel, allerdings ist das Wetter super und wir wollen den restlichen Nachmittag im Freien verbringen.

Checkpoint Charlie
Checkpoint Charlie

Grossen Spass bereitet uns die Fahrt mit den Velotaxis zum Checkpoint Charlie. Die Fahrer versorgen uns mit reichlich Hintergrundinfos und machen sich einen Spass daraus, einander gegenseitig zu überholen.

 

Am Checkpoint herrscht reger Touristenauflauf und wir verzichten auf einen Museumsbesuch. Nachdem wir das Gebiet erkundigt haben, spazieren wir zu den Überresten der Berliner Mauer und verbringen einige Zeit mit dem Studium der Informationstafeln. Seit meinem letzten Berlinbesuch hat sich hier einiges verändert, so wurde hier eine grosse Informationsanlage erbaut.

Alex
Alex

Wir spazieren noch etwas durch die Strassen Berlins und geniessen das Grossstadt-Treiben.

 

Nach einer kurzen Erfrischungspause im Motel1 ziehen wir los zum Alexanderplatz und geniessen die Dämmerungsstimmung. Jetzt sind wir alle hungrig und freuen uns auf eine leckere Sushiplatte im Restaurant Kuchi Mitte. Leider ist das Lokal bis auf den letzten Platz ausgebucht und wir müssen umdisponieren. Zumindet haben wir uns für morgen Abend einen Tisch sichern können, auch gut. Alternativ fahren wir zur Friedrichsstrasse und lassen den Abend im Kartoffelkeller mit einheimischer Kost ausklingen. Einen Schlummertrunk gibt's danach in der Hotellobby.

Tag 2:


Wir starten heute gemächlich mit einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet in den Tag.

 

Mit der S-Bahn geht's zur Station Tiergarten, ab da zu Fuss der Strasse des 17. Juni entlang bis zur Siegessäule. Den etwas eintönigen Weg verkürzen wir uns, indem wir Mutmassen, woher die Strasse ihren ungewöhnlichen Namen hat. Wikipedia weiss es: Die Straße ist dem Gedenken an den Volksaufstand in der DDR im Jahr 1953 gewidmet. Als Fotomotiv gibt die Siegessäule im Moment lieder nicht viel her, sie wird restauriert und ist deshalb eingerüstet.

Bellevue
Bellevue

Unsere nächste Destination ist der Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten, das Schloss Bellevue. So einen Arbeitsplatz hätten wir alle auch sehr gerne, Herr Wulff! Unsere deutschen Freunde denken etwas besorgt über die Verwendung ihrer Steuergelder nach und wir spazieren dem Flussufer nach bis zur U-Bahn-Station Bellevue.

Wir sind genau in der Mitte Berlins angelangt, das deutsche Regierungszentrum liegt im Spreebogen. Wir begutachten den Reichstag und das Kanzleramt, buchen aber keine Führung. Die Warteschlange war schon etwas länger...(siehe Foto 5).

Brandenburger Tor
Brandenburger Tor

Jetzt ist die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Berlins an der Reihe: das Brandenburger Tor! Wir knipsen ein paar Erinnerungsfotos und wollen uns bei Starbucks kurz aufwärmen. Leider finden wir keinen Platz, so dass wir mit der U-Bahn zum Alexanderplatz fahren und bei Dunkin' Donuts leckeres Gebäck und Chai Tea Latte geniessen.

Aufgewärmt bummeln wir durch das süsse Nikolai-Viertel und machen uns schliesslich auf den Weg zum deutschen historischen Museum. Da wurde vor zwei Wochen die Sonderausstellung "Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen" eröffnet und wir stellen uns in die Warteschlange um uns das anzusehen. Die Ausstellungsfläche ist gering, aber gespickt mit hunderten von Informationstafeln. Viel revolutionär Neues kann man da nicht lernen, aber die vielen Originalkleider und Gegenstände lassen dann doch ein etwas mulmiges Gefühl zurück.

Vorbei an der Staatsoper und dem deutschen Dom spazieren wir zum Gendarmenmarkt. Wir sind jetzt richtig hungrig und beschliessen, uns am Potsdamer Platz nach einem Lokal für die Mittagspause umzusehen. Mit der Steakhouse-Kette Maredo finden wir ein Restaurant, das für uns alle etwas im Angebot hat. Den Glühwein und Schokoladenspiess auf dem Weihnachtsmarkt und den Cheesecake bei Starbucks gönnen wir uns als Nachspeise. Gemütlich schlendern wir durch die Stände und lassen uns in weihnachtliche Stimmung versetzen. Die Schweiz versucht mit einer riesigen Schlauchreifenschlittelbahn die Touristen für den Winterurlaub zu gewinnen. Wir schauen den halsbrecherischen Fahrten ein Weile amüsiert zu, wagen uns aber nicht selber auf die Piste.

Mit der Absicht, die Wartezeit bis zum Nachtessen zu überbrücken, fahren wir zum Hackeschen Markt. Wir durchpflügen die Souvenirstores und merken bald, dass hier heute wohl tote Hose ist. Wir erinnern uns an die Adebar in der Nähe der Sushi-Bar und beschliessen, uns da einen Aperitif zu genehmigen. Glücklicherweise ist Happy Hour und die Zeit vergeht im Flug.

Gut gelaunt machen wir uns auf ins Kuchi Mitte und geniessen ein super leckeres Abendessen. Frühlingsrollen, Edamame, Misosuppe, Grüntee und natürlich eine riesige Sushiplatte. Da frohlockt unser Herz! Angenehm satt kehren wir in die Adebar zurück und lassen den lustigen Abend ausklingen.

Gedächtniskirche
Gedächtniskirche

Tag 3:


Den letzten Tag unseres Kurztrips beginne ich mal wieder sehr früh. Während die anderen noch selig schlummern, schnappe ich mir die Kamera und mache mich auf zur Gedächtniskirche. Ich geniesse die total Ruhe und schaue der Stadt fasziniert zu, wie sie langsam zum Leben erwacht. Pünktlich zum Morgenessen bin ich dann wieder zurück und wir geniessen ein letztes Mal alle zusammen das reichhaltige Frühstücksbuffet.

 

Wir checken aus, deponieren unsere Rucksäcke und spazieren den Ku'damm hoch bis zum KaDeWe, unserer ersten Shoppingdestination für heute.

Unsere Züge und Flüge gehen erst am Nachmittag, so dass wir noch reichlich Zeit haben, uns dem Einkaufen in der Shoppingmeile zu widmen. In Berlin ist der 1. November glücklicherweise kein Feiertag :-).

 

Wir schlendern durch die zahlreichen Flagshipstores und bei Desigual finde ich ein schickes Kleid. Schuhe passen mir leider keine, die Auswahl in Grösse 36 ist minimal. Egal, unsere Platzkapazität ist schliesslich sowieso sehr begrenzt, haben wir für uns beide doch gerade mal einen kleinen Rucksack dabei.

 

Zum Mittagessen gibt's Berliner Currywurst, am Nachmittag noch eine letzte kurze Pause bei Starbucks.

 

Nun ist es Zeit, Abschied zu nehmen und die Einkäufe im Handgepäck zu verstauen. Tschüss Berlin!